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Neue Westfälische (Bielefeld): Streit zwischen Kirche und Schule Vehement Carolin Nieder-Entgelmeier

Bielefeld (ots) - Jedes vierte Gymnasium in NRW hat das Schulangebot bereits im gebundenen Ganztagssystem ausgebaut. Das Schulministerium fördert diese Entwicklung als Reaktion auf gesellschaftliche Forderungen nach besserer Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch ausgeweitete Angebote. Auch das Detmolder Gymnasium Leopoldinum hat sich für den gebundenen Ganztag entschieden, was vielen berufstätigen Eltern Planungssicherheit ermöglicht. An drei von fünf Schultagen, dienstags, mittwochs und donnerstags, wird bis 15.30 Uhr unterrichtet. Montags und freitags sind die Unterrichtstage kürzer. Nun fordert die lippische Landeskirche, nach fünf Jahren ohne Konflikte, vom Leopoldinum, dass einer der ganztägigen Unterrichtstage verschoben werden muss, weil seit Jahrzehnten der Dienstagnachmittag ab 15 Uhr für den Konfirmationsunterricht vorgesehen ist. Es ist verständlich, dass sich die Kirche einen Nachmittag wünscht, um Jugendlichen aus unterschiedlichen Schulen gemeinsamen Konfirmationsunterricht anbieten zu können, doch das vehemente Beharren auf den Dienstagnachmittag ab 15 Uhr irritiert, insbesondere mit Blick auf die zahlreichen Elternproteste. Die Reaktionen der Eltern zeigen, dass es Handlungsbedarf gibt, denn die lippische Landeskirche hat mit Sicherheit bessere organisatorische Handlungsalternativen, als so manch berufstätige Mutter oder Vater.

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