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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar IS-Mörder Dschihadi-John womöglich getötet Scharfrichter Dirk Hautkapp, Washington

Bielefeld (ots) - Dschihadi John ist tot. In Stücke gerissen von einer Hellfire-Rakete, die aus einer US-Drohne über Syrien abgefeuert wurde. Vielleicht. Mit Bestimmtheit wussten das die Henker des fanatischen Halsabschneiders noch nicht, den die Welt in Ekel erregenden Videos des Islamischen Staates zu Gesicht bekommen hat. Und exakt das ist das Problem. Wenn Amerika seine lautlosen Scharfrichter aufsteigen lässt, um irgendwo auf der Welt ohne Anklage, Prozess und Urteil Feinde per Fernsteuerung ins Jenseits zu bomben, sind Fehler-Margen strukturell eingepreist. Erst wird geschossen, dann anhand von DNA-Proben ermittelt, wer getötet wurde. Hunderte unschuldige Zivilisten in Pakistan, Afghanistan, Somalia und Jemen starben, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Nicht nur sie wurden Kollateralschäden einer Justiz, die sich über das Recht erhebt. Wenn die amerikanische Regierung und der britische Premierminister stolz, aber ausdrücklich unter Vorbehalt die Liquidierung eines Staatsfeindes melden, ist darum Gänsehaut und Kopfschütteln die angebrachte Reaktion. Nicht Jubel.

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