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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Ökostrom Die Wende rechnet sich Hannes Koch

Bielefeld (ots) - Die Energiewende scheint gerettet. Denn die Kosten für Ökostrom, die die Privathaushalte bezahlen, steigen wohl im kommenden Jahr nicht oder nicht nennenswert. Damit flammen auch die hitzigen Diskussionen der Vergangenheit vorerst nicht wieder auf. Treibt die Ökoenergie Hunderttausende Haushalte in die Armut? Dass wir uns den Streit über diese Frage jetzt sparen, ist ein Erfolg der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Wobei zur Wahrheit auch gehört, dass der preisdämpfende Effekt nur teilweise auf die Gesetzesänderung zurückzuführen ist. Bei der Verstromung von Gas aus Biomasse wurden die Kosten tatsächlich gedrückt. Eine gewisse Wirkung entfaltet zudem die neue Obergrenze für den Ausbau der Ökokraftwerke, die den unkontrollierten Zuwachs limitiert. Unabhängig vom Gesetz sinken die zusätzlichen Kosten für die saubere Energie aber, weil die Anlagen viel besser, effektiver und billiger geworden sind. Der eigentliche Vorteil der Öko-Förderung wird sich jedoch erst in ein paar Jahren bemerkbar machen. Nach einem abermaligen Anstieg der EEG-Umlage um zwei Cent pro Kilowattstunde bis 2023 dürfte der Höhepunkt der Ausgaben für sauberen Strom erreicht sein. Danach geht es abwärts. Dann tragen die Solaranlagen und Windräder dazu bei, dass die Belastung der Haushalte und der meisten Firmen mit Energiekosten gedrückt wird. So steht Deutschland kurz davor, dass sich die Investitionen in die Energiewende rechnen. An diese Erkenntnis sollten sich alle Beteiligten erinnern, wenn sie wieder einmal heftig über vermeintlich unbezahlbare Kosten debattieren.

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