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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Griechenland Endlich ein gutes Signal Fabian Fellmann, Brüssel

Bielefeld (ots) - Überraschend schnell haben Griechenland und die Geldgeber sich auf die Bedingungen für ein drittes Kreditprogramm geeinigt. Das hat die EU-Kommission gestern in Brüssel bestätigt. Noch ist es aber zu früh, um das Ende des Tauziehens zwischen Athen und den anderen europäischen Hauptstädten zu verkünden. Erstens sind noch einige Details zu klären. Unklar ist zum Beispiel bisher, welchen Umfang die neuen Kredite haben werden. Bisher war von bis zu 86 Milliarden Euro die Rede. Zweitens hat die EU-Kommission während der Griechenlandkrise wiederholt Druck auf die Euro-Länder ausgeübt, indem sie Einigungen früh öffentlich machte. Das hat verschiedene Minister verstimmt, besonders Finanzminister Wolfgang Schäuble. Frühestens wenn die Euro-Finanzminister am Freitag dem Paket zustimmen, kann es als beschlossene Sache gelten. Die rasche Einigung auf technischer Ebene ist aber ein gutes Signal. Bei den Geldgebern heißt es, die griechische Regierung zeige nach langen Monaten des Widerstands endlich guten Willen. Aber auch die Geldgeber haben sich bewegt: Sie haben die Sparvorgaben gelockert. Damit wollen sie verhindern, dass zu hartes Sparen die schrumpfende griechische Wirtschaft noch härter trifft. Sie zeigen damit, dass sie Griechenland nicht einfach einen sturen Sparkurs vorschreiben, ohne sich um dessen Auswirkungen zu kümmern.

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