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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Rücktritt von Peter Gauweiler Lachend und weinend Ralf Müller, München

Bielefeld (ots) - Mit einem lachenden und einem weinenden Auge dürfte man in der CSU den Rückzug von Parteivize Peter Gauweiler betrachten. Mit einem lachenden Auge, weil man endlich einen Querkopf los ist, einen schwarzen Fleck auf dem gewünschten Bild der monolithischen Geschlossenheit der Christsozialen und eine ständige Anfrage an die Autorität des Parteichefs Horst Seehofer. Ein weinendes Auge aber auch, weil Gauweiler doch ein bestimmtes Wählerklientel an die CSU gebunden hat. Auch aus der Parteibasis schlugen Gauweiler viele Sympathien entgegen, gerade weil er sich nicht stromlinienförmig den Vorgaben von oben unterwarf. Der Rückzug Gauweilers ist wohl kalkuliert. Noch einmal hätte er als Parteivize nicht antreten müssen: Es wäre eine Niederlage geworden. Und für eine Rolle als Auslaufmodell im Bundestag war er sich offensichtlich zu schade. Könnte ihm die AfD mit ihrer europakritischen Linie nun eine neue Bühne bieten? Der "schwarze Peter" wäre schön dumm, sich zur Galionsfigur einer Gruppierung zu machen, in der man sich streitet wie unter Kesselflickern.

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