Neue Westfälische (Bielefeld)

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Krankenhäuser fordern mehr Geld für Notfallversorgung Zwei Grundübel im System Martin Fröhlich

Bielefeld (ots) - Eine Milliarde Euro zahlen die Krankenhäuser jährlich bei der Versorgung von Notfällen in den Ambulanzen drauf. Und das, obwohl ein Gutteil der Patienten genauso gut in eine Notfallpraxis hätte gehen können. Vorweg: Es ist nicht Sache des Patienten, herauszufinden, ob er ein Kandidat für die Bereitschaftspraxis oder die Ambulanz ist. Die Grenzen verlaufen ohnehin fließend. Die Vorwürfe der Krankenhausgesellschaft an die Kassenärztlichen Vereinigungen mögen in Teilen berechtigt sein. Doch sie helfen nicht weiter. Stattdessen müssten zwei Grundübel angegangen werden. Da ist zum einen die Tatsache, dass Notfallversorgung generell miserabel vergütet wird. Das galt und gilt für Krankenhäuser wie auch für niedergelassene Ärzte und Zahnärzte. Weil Notfallversorgung aber zur unverzichtbaren Grundversorgung zählt, sollte das Geld im System umverteilt werden. Es müssen mehr Mittel für Basismedizin her. Problem zwei sind die Parallelsysteme von Praxen und Ambulanzen. Gelöst würde das nur, wenn man sie vereinigt. Die Notfallpraxis gehört direkt neben die Ambulanz. Bei der gemeinsamen Anmeldung wird entschieden, wer wo behandelt wird.

Pressekontakt:

Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Neue Westfälische (Bielefeld)

Das könnte Sie auch interessieren: