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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Kunstverkauf in NRW: Landesregierung schwenkt um Von wegen alternativlos Stefan Brams

Bielefeld (ots) - Nichts hatte die Landesregierung vor ein paar Wochen unternommen, um den Verkauf zweier landeseigener millionenschwerer Warhol-Bilder zu verhindern - trotz aller Proteste aus dem Kulturbereich und der Warnung vor einem Dammbruch. Recht hatten die Mahner. Denn kurz darauf sickerte durch, dass auch die Kunstsammlung der zerschlagenen WestLB veräußert werden soll. Wollte Kulturministerin Ute Schäfer das Thema zumindest noch durch einen runden Tisch behandeln lassen, blockte Finanzminister Norbert Walter-Borjans von vornherein ab: Der Verkauf sei alternativlos. Eine unglaublich ignorante Haltung gegenüber dem Kunststandort NRW und eine kulturpolitische Bankrotterklärung. Die zu einem erneuten, noch heftigeren Proteststurm führte. Mit Erfolg. Nun sucht Walter-Borjans nach Alternativen zum Verkauf, obwohl es vorher angeblich keine gab. Was für ein Schwenk. Wie wäre es, wenn die rot-grüne Landesregierung das Thema Kunststandort NRW endlich ernster nehmen würde? Dann müssten solche Kehrtwenden gar nicht erst sein.

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