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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Griechenland Wo die Musik spielt Stefan Schelp

Bielefeld (ots) - So weit ist es schon wieder: Die griechischen Banken achten peinlichst darauf, dass die Geldautomaten ausreichend gefüllt sind. Andernfalls wird Panik befürchtet und in der Folge ein desaströser Ansturm auf die Banken. Die Situation ist prekär, keine Frage. Kommen bei den Neuwahlen die Linken an die Regierung, sollen die Märkte nach der Musik Griechenlands tanzen und nicht mehr umgekehrt, kündigt Alexis Tsipras an, der in den Umfragen derzeit deutlich vorn liegt. Seit Jahren, so weit ist Tsipras' Einschätzung richtig, sorgt die Europäische Union für die Musik. Und zwar mit Hilfspaketen von 240 Milliarden Euro. Ohne das Geld wäre für Griechenland längst der Abgesang in der Schuldenkrise verklungen. Für die Hilfe verlangte die Troika Reformen, die viele Griechen empfindlich getroffen haben. Tsipras mag all diese Reformen zurückdrehen. Aber dann würden die Hilfszahlungen umgehend versiegen, spätestens im März sind die Athener Kassen leer. Man könnte dies mit Schadenfreude begleiten, wäre da nicht die Nervosität der Finanzmärkte und mithin die Sorge, dass die Schuldenkrise von neuem beginnt.

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