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Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Bielefelder entdecken Stammzelltherapie gegen Parkinson Den Horizont überschreiten Martin Fröhlich

Bielefeld (ots) - Die Bielefelder Forschungsergebnisse machen ernsthaft Hoffnung auf eine wirksame Therapie für Parkinson-Patienten. Auch wenn, und das ist immer so bei derartigen Entdeckungen, der Weg zur Anwendung am Menschen lang und oft steinig ist. Zu Recht sind gerade in Deutschland die Hürden für eine Zulassung einer Therapie hoch. Verhängnisvolle Schnellschüsse mit fatalen Folgen werden so vermieden. Ohne neue Ansätze in der Forschung geht es nicht. Das Bielefelder Beispiel zeigt, dass medizinischer Fortschritt nicht immer aus medizinischen Einrichtungen kommen muss. Hier ist es eine biologische Fakultät, die den Anstoß gibt - in Zusammenarbeit mit Neurologen. Interdisziplinarität lautet das Stichwort. In der Wissenschaft hat sich dieses Prinzip etabliert. Doch das gilt nicht für alle Bereiche im Leben. Schauen Sie sich mal am eigenen Arbeitsplatz um. Sind da die Grenzen zwischen den Abteilungen fließend, oder denkt jeder nur für seinen Bereich? Falls Letzteres der Fall sein sollte, wäre es an der Zeit zu fragen, wofür das eigentlich gut ist. Die moderne Welt mit rasanten Veränderungen und komplexen Anforderungen hat den Horizont des einzelnen Denkers oder der einzelnen Fachrichtung überschritten. Haben Sie mehr Mut zur Zusammenarbeit mit "Anderen". Wer weiß, vielleicht kommt es dann so, dass eine Universität ohne medizinische Fakultät eines Tages den Nobelpreis für Medizin erhält. Träumen darf man ja mal. martin.

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