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Neue Westfälische (Bielefeld): Merkel entschuldigt sich für Kauder Uneinsichtig Sigrun müller-Gerbes

Bielefeld (ots) - Wenn Kinder sich unhöflich benehmen, werden sie von Mutti und Vati regelmäßig dazu genötigt, sich zu entschuldigen. Nur bei ganz kleinem oder ganz besonders uneinsichtigem Nachwuchs müssen die Erziehungsberechtigten selber ran. CDU-Fraktionschef Volker Kauder ist schon groß, daran kann es also nicht gelegen haben, dass "Mutti" Angela Merkel selbst vorsprechen musste bei Familienministerin Manuela Schwesig: "Das tut mir wirklich leid", soll die Kanzlerin ihr gesagt haben. Und man glaubt es ihr. Sie hat in ihrer langen politischen Karriere oft genug am eigenen Leib erlebt, wie sich männliche Überheblichkeit anfühlt - angefangen in den Zeiten als "Kohls Mädchen". Wenn Frauen in der Politik anecken, sind sie regelmäßig nicht streitbar, sondern zickig oder eben "weinerlich", wie Kauder gesagt hat - ausgerechnet beim Thema Gleichberechtigung und Frauenquote. Das ist nicht nur unhöflich, sondern zeugt auch von ausgeprägtem Machotum. "Das geht so nicht", sagt Merkel dazu. Aber sich selbst zu entschuldigen, dazu hat sie ihren Volker nicht gebracht.

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