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Neue Westfälische (Bielefeld): Novelle des Landesjagdgesetzes in NRW Interessengesteuert Florian Pfitzner, Düsseldorf

Bielefeld (ots) - Das Ergebnis der Feldforschung ist kaum überraschend. Weit mehr als zwei Drittel der Menschen in Nordrhein-Westfalen sprechen sich dafür aus, Jägern das Schießen von freilaufenden Katzen zu verbieten. Um das überwältigende Votum zu verstehen, ist es ratsam, sich die Fragestellung anzusehen. Korrekt wird dabei vorab erklärt, dass es den Jägern bisher erlaubt sei, Katzen zu erschießen, die in einer Entfernung von mehr als 200 Metern vom nächsten Haus "angetroffen werden". Meistens sind die Katzen bei der Gelegenheit auf Beutezug. So töteten Jäger in der vorigen Saison immerhin 7.600 Katzen, davor waren es sogar mal 10.000. Jetzt kündigt die Landesregierung ein Abschussverbot an, erläutern die Meinungsforscher im Auftrag der Grünen in ihrer Hinführung, um direkt und ohne weitere Differenzierung zu fragen, wie man zu diesem Vorhaben stehe. Welcher unbeteiligte Haustierfreund möchte der Gesetzesnovelle da nicht zustimmen? Der Landesjagdverband führt hingegen stets das nachvollziehbare Argument an, dass es keinen geteilten Tierschutz geben kann, dem die freilebende Tierwelt egal ist. Nach seiner Auskunft ist allein eine rastlose Katze in der Lage, bis zu 1.000 Kleintiere zu erlegen. Am Ende ist auch diese wilde Statistik interessengesteuert.

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