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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Methoden der "vorausschauenden Polizeiarbeit" in NRW Vorsicht! Florian Pfitzner, Düsseldorf

Bielefeld (ots) - Um die Kreise von Einbrecherbanden einzuengen, braucht es neue Konzepte. Gerade weil die Aufklärungsquoten sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene auf niedrigem Niveau stagnieren. Insofern sollte der Polizei jedes datenschutzrechtlich wasserdichte Mittel für die Abwehr von Einbrüchen zustehen. Im Grunde ist die neue Methode der sogenannten vorausschauenden Polizeiarbeit in NRW ziemlich harmlos. Statt kleine Fähnchen in eine Karte zu stecken, fasst ein Computerprogramm die Häufigkeit von Wohnungseinbrüchen in den Stadtbezirken X und Y zusammen, nimmt die Wettervorhersage hinzu, außerdem Verkehrsmeldungen und einige andere Daten, nach denen sich eine gewisse Wahrscheinlichkeit errechnen lässt, wann und wo als Nächstes ein Einbruch ansteht. Ein effektives digitales Instrument wäre somit lediglich eine Arbeitserleichterung, eine Chance auf einen Zeitgewinn im Wettlauf mit Kriminellen. Utopien à la Spielbergs "Minority Report" sind damit längst nicht Realität. Warnungen sind dennoch angebracht. Sollte sich die Software des Landeskriminalamts wider Erwarten als unwirksam herausstellen, dürften schnell Rufe laut werden, das digitale Schwert zu schärfen - und eben doch auf personenbezogene Daten zurückzugreifen. Freiheit und Bürgerrechte wären in dieser Welt massiv in Gefahr. Also: Vorsicht!

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