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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Aktionstag der Muslime Lang erwartetes Zeichen BERNHARD HÄNEL

Bielefeld (ots) - Endlich. In bundesweit 2.000 Moscheen findet heute ein Aktionstag gegen Rassismus und Extremismus statt. Dabei will man sich sowohl mit den jüngsten Anschlägen auf muslimische Gebetsstätten auseinandersetzen wie mit dem irrsinnigen Krieg der IS-Terroristen, der unter dem vermeintlichen Vorzeichen des Islam im Irak und in Syrien stattfindet. Das Motto "Muslime stehen auf gegen Hass und Unrecht" ist das lang erwartete Zeichen der übergroßen Mehrheit der Muslime, dass sie empört sind über die Mörderbanden, die unter dem Banner Allahs die Welt in Atem halten. Die überwältigende Mehrheit der islamischen Gemeinden in Deutschland hat keinen persönlichen Kontakt zu den radikalen Salafistengruppen. Ihnen fällt es daher auch schwer, aktuell einen eigenständigen Beitrag zur Prävention zu leisten. Mittel- und langfristig darf von ihnen aber schon erwartet werden, dass sie bei der Erziehung und Bildung ihrer Kinder Toleranz und die Werte des demokratischen Rechtsstaates zum Maßstab nehmen. Verständnis oder klammheimliche Sympathie darf nicht einmal im Ansatz vermittelt werden. Nicht in der Moschee, nicht im Teehaus und in der Familie schon gar nicht. Erwartet werden aber darf die Kooperation mit Polizei und Verfassungsschutz. Und wenn junge Menschen plötzlich wegbleiben, darf auch mal nachgefragt werden von den Gemeindemitgliedern.

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