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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Ukraine und Irak Brücken gegen das Misstrauen BERNHARD HÄNEL

Bielefeld (ots) - Sie haben nichts miteinander zu tun und hängen doch irgendwie miteinander zusammen: der Konflikt um die Ukraine und der Vormarsch der Islamisten in Syrien und im Irak. Umso erstaunlicher ist, dass unsere Politiker und Diplomaten die Chance nicht sehen, die in einem neuen Stück Gemeinsamkeit zwischen "dem Westen" und Russland liegt. Spätestens seit Putins Embargo gegen Lebensmittel aus der Europäischen Union beginnen die Europäer ihre Verwobenheit in der globalisierten Welt zu begreifen. Dies gilt nicht nur für die Ökonomie, sondern eben auch im Kampf gegen den islamischen Extremismus. Russland hat vieles, wenn nicht alles falsch gemacht im Umgang mit den Muslimen in Tschetschenien. Die Folgen aber tragen Russland und "der Westen" gemeinsam. Selbst wir in Ostwestfalen, da sich unter den Herforder Salafisten auch Tschetschenen befinden. In Anbetracht der völkerrechtswidrigen Handlungen Putins im Ukraine-Konflikt mag es schwerfallen, an Kooperation und Gemeinsamkeit zu denken. Sie liegen allerdings auf der Hand, denn wir haben natürlich gemeinsame Interessen. Uns eint die Furcht vor der Ausbreitung des Islamismus. Ihn in die Schranken zu weisen erfordert gemeinsames Handeln. Unter der Hand gab es dies seit Jahren, etwa durch Warnungen russischer Geheimdienste vor geplanten Anschlägen in Deutschland. Darauf ließen sich Brücken bauen gegen das stetig wachsende Misstrauen.

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