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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Grüne streiten über Farbenlehre Kurs auf Schwarz-Grün Alexandra Jacobson, Berlin

Bielefeld (ots) - Wer 2017 warum und wieso mit wem koalieren wird, ist Zukunftsmusik. Von heutiger Warte aus gesehen, besitzt allerdings die schwarz-grüne Variante eine höhere Wahrscheinlichkeit als ein Bündnis aus SPD, der Linkspartei und den Grünen. Zum einen macht die Linkspartei nicht den Eindruck, im Bund wirklich regieren zu wollen. Zum anderen läuft die schwarz-grüne Landesregierung in Hessen besser als erwartet. Hessen galt immer als Lackmustest für den Bund, auch weil die CDU in Wiesbaden im Ruf stand, besonders konservativ zu sein. Dass sich die grüne Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt für Schwarz-Grün positioniert, ist also keine Sensation. Der sofortige Widerspruch von Parteichefin Simone Peter zeigt allerdings, dass ein Bündnis mit CDU und CSU immer noch ein heikles Thema für die Grünen ist. Das ist zum Teil der Vergangenheit geschuldet. Exfraktionschef Jürgen Trittin hat aus ideologischen Gründen Schwarz-Grün für den Bund kategorisch abgelehnt. Dass sich die Union gar nicht ändere, wie Simone Peter nun bemängelte, stimmt aber nicht. Auch wenn es nicht so auffällt: CDU und CSU nehmen zielstrebig Kurs auf Schwarz-Grün für 2017. Dass etwa die CDU einst die grüne Gentechnik befürwortete, ist längst Vergangenheit. Die CDU-Parteispitze hat dieses Thema genauso gründlich entsorgt wie zum Beispiel "Fracking".

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