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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Spritzmittel in Getreideprodukten gefunden Die Welt normaler machen LENNART KRAUSE

Bielefeld (ots) - Ein chemisches Mittel, dass Pflanzen abtötet, gehört nicht ins Essen. In einer normalen Welt dürfte es darüber keine Diskussion geben. Nun ist unsere konsumorientierte Welt aber nicht normal. Also gibt es Diskussionen. Der Großteil der Deutschen will bis in die Abendstunden frische Brötchen und für ein Paket Mehl unter einem Euro bezahlen. Wie in vielen anderen Bereichen ist die Quittung ungewünschte Nebenprodukte. Denn ohne den Wunsch nach viel und billig stünden die Landwirte nicht derart unter Druck, massenweise Getreide anzubauen. Um ohne größere Verdienstausfälle liefern zu können, brauchen sie chemische Unterstützung. Im Einsatz von etwa Glyphosat verlassen sie sich auf gesetzliche Richtwerte. Diese gibt es nicht nur für Getreide, sondern beinahe für jedes Lebensmittel. Sie besagen, dass keinerlei gesundheitliche Bedrohung für den Menschen herrscht, wenn die Werte eingehalten werden. Doch niemand weiß mit hundertprozentiger Sicherheit, ob die verschiedenen Chemikalien in den Lebensmittel nicht doch Auswirkungen auf unseren Körper haben. Darum müssen die Gesetzgeber häufiger Untersuchungen durchführen. Sicherer ist aber, sich nicht auf Richtwerte, sondern auf die Natur zu verlassen. Dazu kann schon beitragen, auch mal ein Brot von gestern zu kaufen.

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