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Neue Westfälische (Bielefeld): Deutschlands Lehrer Wertschätzung steigt BERNHARD HÄNEL

Bielefeld (ots) - Genaugenommen war der Lehrerberuf noch nie besonders attraktiv: Die psychischen Belastungen sind hoch, die Achtung des Berufsstandes eher niedrig. Und Schüler sind ohnehin immer ungezogen. Neu ist allerdings, dass Lehrkräfte immer mehr Aufgaben des Elternhauses übernehmen müssen und der Umgang mit den Eltern immer schwieriger wird. Wer dennoch das Wagnis eingeht, diesen Beruf zu ergreifen, muss schon hart gesotten sein und eine gehörige Portion Eigenmotivation und auch Idealismus mitbringen. Natürlich hat die nicht jeder. Viele lockt auch der sichere Arbeitsplatz, die weitgehend selbstbestimmte Arbeit und die Summe unterrichtsfreier Tage. Das ist keinesfalls verwerflich. Problematisch ist eher die Tatsache, dass selten die Besten eines Jahrgangs Lehrer werden wollen, was Bundesbildungsministerin Annette Schavan zu einer 500 Millionen Euro teuren Kampagne für eine Qualitätsoffensive zur Lehrerbildung veranlasste. Immerhin: Die Wertschätzung des Lehrerstandes wächst - wenn auch kaum bei den Eltern, die ihre Kinder und ihre Probleme an die Schulen delegieren, weil sie selbst versagen oder sich der Verantwortung entziehen. Lehrer allein können das nicht auffangen. Sie brauchen Unterstützung durch kompetente Sozialarbeiter.

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