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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Angst vor irischer Bankenkrise Schlechter Ratgeber SABINE BRENDEL, BRÜSSEL

Bielefeld (ots) - So zynisch es klingt: Das größte Problem des schuldengeplagten Irland ist derzeit "nur" das hausgemachte Bankenproblem - dem EU-Land geht es damit weniger schlecht als Griechenland, Spanien oder Portugal, die unter strukturellen Problemen ihrer Wirtschaft leiden. Doch trotzdem muss Irland möglicherweise EU-Nothilfen beantragen. Das sollte ein Alarmzeichen für alle Politiker Europas sein. Denn nicht nur irische Banken sind im Zuge der weltweiten Finanzkrise ins Taumeln geraten. Vor einer Banken-Pleite haben viele große Angst. Zu schrecklich ist die Erinnerung an die Folgen des Kollapses der US-Investmentbank Lehman im September 2008 - diese Bankenpleite verschärfte die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise drastisch. Doch Angst ist ein schlechter Ratgeber, auch jetzt bei der Irland-Krise. Irlands Banken haben hausgemachte Probleme, sie wollten ein zu großes Rad im internationalen Finanzgeschäft drehen. Der irische Staat sprang ihnen rettend bei - und taumelt nun selbst. So etwas darf nicht sein. Politiker sollten sich auf Landesebene, auf europäischer Ebene und - idealerweise - auch weltweit zusammensetzen und endlich überlegen, wie man eine Bank "geordnet" Pleite gehen lässt, ohne dass gleich das ganze Finanzsystem erschüttert wird.

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