Neue Westfälische (Bielefeld)

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: EU-Sicherheitsmaßnahmen Luftfracht mit Lobby MARTINA HERZOG, BRÜSSEL

Bielefeld (ots) - Wer per Flugzeug verreist, sollte sich morgens ein paar Minuten mehr vor dem Kleiderschrank gönnen. Schließlich kann es gut sein, dass man als Passagier die Sicherheitsschleuse auf Socken durchschreitet und dass fremde Hände Stoffschichten durchtasten. Das macht man mit, weil's sein muss, vielleicht auch, weil man hofft, dass Zeitgenossen mit Sprengstoffgürtel und Explosiv-Unterwäsche im Sicherheitsnetz hängen bleiben. So war das bis vor etwa zehn Tagen. Seitdem kann man sich fragen, wozu der ganze Aufwand nötig ist, wenn in der gleichen Maschine möglicherweise unkontrollierte Fracht aus wackeligen Drittstaaten mitfliegt. Spätestens seit der jüngsten Serie vereitelter Anschlagsversuche ist allen klar: Luftfracht wird weniger strikt kontrolliert als Passagiere und Gepäck. Das ist zwar noch kein Grund zur Flugangst, der Luftweg dürfte auch inklusive Anschlagsgefahr noch sicherer sein als die deutsche Durchschnitts-Autobahn. Den Reisenden wird einiges zugemutet im Namen der Sicherheit. Denn durchleuchtete Passagiere haben, im Gegensatz zu verspäteten Containern, keine starke Lobby.  

Pressekontakt:

Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Neue Westfälische (Bielefeld)

Das könnte Sie auch interessieren: