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Neue Westfälische (Bielefeld): CSU-Parteitag Seehofers trübe Aussichten RALF MÜLLER

Bielefeld (ots) - CSU-Chef Horst Seehofer bekundet stets, er sei topfit, ihm machten seine Ämter sakrisch Spaß und er freue sich auf jede Sitzung, jede Rede, jeden Parteitag. Aber seine Haltung, seine Miene verraten gelegentlich tiefe Müdigkeit. Bei seiner Grundsatzrede auf dem CSU-Parteitag war der Gegensatz zwischen Worten und Erscheinung mit Händen zu greifen. Kein Wunder: Während der gesamten beiden Tage des CSU-Parteitags saß ihm Karl-Theodor zu Guttenberg, kurz KTG, buchstäblich im Nacken - Seehofer in der ersten, KTG direkt hinter ihm in der zweiten Sitzreihe vor dem Podium. Der Parteitag 2010 lief für Seehofer eigentlich ganz gut. Die Mehrheit für die 40-Prozent-Frauenquote für einige wenige Spitzengremien war zwar dünn, aber Mehrheit ist Mehrheit. Und fast alle Delegierten waren zufrieden, dass sie endlich einmal wirklich auf einem Parteitag diskutieren durften. Seehofer hat sich um die Diskussionskultur in der CSU verdient gemacht. Der CSU-Chef wäre freilich ein schlechter Politiker, wenn seine Gedanken nicht vorauseilen würden. Wenn sich die Umfragewerte nicht bessern sollten und wenn die Schwesterpartei CDU bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg verlieren sollte, dann könnten viele CSUler in den Abgrund blicken. Und der heißt: Opposition in Bayern.

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