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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Kampf um die Ärztehonorare Auch wenn es weh tut PETER STUCKHARD

Bielefeld (ots) - Der Hausarzt, daran gibt es keinerlei Zweifel, ist der natürliche Ansprechpartner des Patienten. Er behandelt selbst oder veranlasst weitere Untersuchungen und im Zweifelsfall weitere Behandlungen bei seinen Facharztkollegen. Deshalb war und bleibt die Idee der hausarztzentrierten Versorgung richtig und zukunftsweisend. Falsch war es, diese Idee im Gesetz in Verbindung zu bringen mit einem Privileg für Verbände, die neben der ärztlichen Selbstverwaltung agieren können. Beim Hausarztverband steht nicht die gute und kostenbewusste Patientenversorgung ganz oben auf der Tagesordnung, sondern Vorteile für eine einzelne Arztgruppe: die Hausärzte. Ein innerärztlicher Machtkampf um die Verteilung des Honorarkuchens hatte das System der Selbstverwaltung verlassen. In anderen Regionen - die Ärzte in Ostwestfalen-Lippe haben sich dazu nie wirklich hinreißen lassen - wurden Patienten als Geiseln genommen und mit Streiks bedroht. Das scheint vorbei zu sein: Selektive Hausarztverträge haben dank Philipp Rösler - und in der Region dank eines weisen Schiedsmannes - ihre Attraktivität verloren. Die Hausärzte sollten sich auf ihre Selbstverwaltung besinnen und dort das Problem ihrer tatsächlich irrationalen, intransparenten und ungerechten Honorierung angehen. Auch wenn es oft weh tut.

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