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Neue Westfälische (Bielefeld): Krieg in Afghanistan Alarmglocken DIRK MÜLLER

Bielefeld (ots) - Seit Beginn des Feldzuges in Afghanistan sind nach offiziellen Zahlen mehr als 1.200 US-Soldaten dort gestorben, mehr als 2.000 Soldaten der Koalitionstruppen insgesamt. Und die jüngsten Äußerungen des dortigen US-Oberbefehlshabers, General David Petraeus, lassen keine Ende des Schreckens erkennen. Petraeus ist Obamas Mann für den Job, nachdem Vorgänger McChrystal sich durch allzu harsche Kritik unmöglich gemacht hatte. Doch auch Petraeus hat dem US-Präsidenten Unerfreuliches zu sagen: Noch immer droht ein Scheitern der Mission, man braucht mehr Zeit, mehr Geld, mehr Männer, mehr Opfer. Von einer Stabilisierung kann keine Rede sein, die Sicherheitslage ist verheerend, die Taliban steinigen unbehelligt und öffentlich Menschen. In Amerika, wo den Einsätzen im Irak und in Afghanistan die Unterstützung der Bevölkerung und Teilen der Politik wegzubrechen droht, wiegelt man noch ab. Doch bei den Bündnispartnern - jeder mit ganz eigenen Rechtfertigungsproblemen für den Einsatz am fernen Hindukusch - schrillen schon die Alarmglocken. Der US-General setzt auf eine neue Strategie, mit der den Taliban Region um Region abgetrotzt werden soll. Am schlimmsten ist sein Eingeständnis, dass es bisher keine Strategie gab.

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