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Neue Westfälische (Bielefeld): Guttenberg will Bundeswehr verkleinern Überfällige Reform PETER JANSEN

Bielefeld (ots) - Als die Bundeswehr in den 50-er Jahren gegründet wurde, war sie eine Verteidigungsarmee. Der Feind stand im Osten, die Bedrohung durch die Sowjetunion, die DDR, die anderen Staaten des Warschauer Pakts war offensichtlich. Seitdem hat sich die Welt grundlegend geändert. Die Teilung Europas in Ost und West ist überwunden, der Warschauer Pakt zerfallen, die DDR Teil der Bundesrepublik. Das für die Bundeswehr zuständige Ressort heißt zwar unverändert Verteidigungsministerium, aber niemand weiß so recht, gegen wen oder was wir verteidigt werden müssen. Die Aufgaben der Bundeswehr haben sich völlig verändert. Sie muss nicht mehr die deutschen Grenzen gegen einmarschierende Truppen aus dem Osten schützen, sie ist eine internationale Einsatzarmee im Rahmen der Nato und von UN-Einsätzen. Die Strukturen der Bundeswehr, ihre zahlenmäßige Größe und die Ausbildung der Soldaten müssen der veränderten Weltlage und den neuen Aufgaben angepasst werden. Eine Stärke von 165.000 Mann, wie sie Guttenberg jetzt anpeilt, ist voll ausreichend, eine Wehrpflicht, die nur sechs Monate dauert und nicht viel mehr als ein Fitnessprogramm für Heranwachsende ist, überflüssig. Die Bundeswehr der Zukunft braucht gut ausgebildete Spezialisten, die sich bewusst für den Dienst zum Frieden entscheiden. Der Verteidigungsminister darf sich von zu erwartenden Protesten nicht beirren lassen. Er ist mit seiner Reform auf dem richtigen Weg.

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