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Neue Westfälische (Bielefeld): Streit um Homöopathie Keine Einschnitte ALEXANDRA JACOBSON, BERLIN

Bielefeld (ots) - Klar ist die Homöopathie im Grunde Quacksalberei. Das Dumme ist nur, das fast jeder jemanden kennt, dem sie schon mal geholfen hat. Vortrefflich streiten lässt sich über Sinn und Unsinn der Naturheilkunde natürlich trotzdem. Es wäre aber falsch, die Homöopathie aus den Angeboten der gesetzlichen Krankenkassen herauszukatapultieren. Denn uns ist doch gerade versprochen worden, dass die neue schwarz-gelbe Gesundheitsreform keine Einschnitte bei den Leistungen bedeutet. Das wäre ja auch ein bisschen viel auf einmal : Deftige Mehrkosten für den Einzelnen plus Leistungsreduzierung. Übrigens sind die Kosten für Naturheilverfahren eher gering. Lediglich 0,2 Prozent der GKV-Gelder fließen in diesen Bereich. Und die Kassen können heute schon wählen, ob sie die Kosten überhaupt erstatten. Diese Mittel ließen sich im übrigen locker bei den Apothekern hereinholen, die auch von der neuen Reform wieder einmal verschont bleiben. Statt Leistungen auf den Prüfstand zu stellen, die viele Menschen wollen, sollte man über weitere Sparanstrengungen im System nachdenken. Das bringt einfach mehr.

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