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Neue Westfälische (Bielefeld): Spionage gegen Wirtschaftsunternehmen Zu viele Einfallstore HUBERTUS GÄRTNER

Bielefeld (ots) - Der Informationsschutz müsse in deutschen Wirtschaftsunternehmen "Chefsache" sein, fordert Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Doch in Wahrheit sind die Netzwerke vieler Unternehmen viel zu wenig gegen Attacken geschützt. Sie bieten genügend Einfallstore für ausländische Geheimdienste, die sich in Zeiten der Krise offenbar mehr denn je um Wirtschaftsspionage bemühen. Dabei sind es beileibe nicht nur die "bösen" Chinesen oder Russen, sondern auch die Amerikaner, die unter dem Verdacht stehen, systematische Wirtschaftsspionage zugunsten ihrer Unternehmen zu betreiben. Unterhalb der staatlichen Ebene wird ebenfalls spioniert - von Firmen, die sich durch die illegale Beschaffung von Daten und Know-how gegenüber der Konkurrenz einen Vorteil verschaffen wollen. Dazu müssen die Täter nur versiert genug sein, um in die elektronischen Netzwerke der Firmen zu gelangen und dort Daten auszuspähen. Das wird ihnen oft viel zu leicht gemacht. Vor allem viele mittelständische Firmen unterschätzen die Gefahren. Sie haben noch nicht genügend Schutzmaßnahmen getroffen. Das sollten sie schnell ändern.

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