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Neue Westfälische (Bielefeld): Euro-Rettung Sparsamkeit ist gefragt ALEXANDRA JACOBSON, BERLIN

Bielefeld (ots) - Es ist mittlerweile auch unter Politikern modern, gegen die bösen Spekulanten zu wettern. Daraus folgte aber bisher nicht, dass die Finanzbranche angemessen an den Kosten der Krisen beteiligt würde. Von daher bleibt die Kritik häufig folgenlos. Dass sich die Finanzinvestoren an Krisen weiden und dabei eine goldene Nase verdienen, ist unumstritten. Doch die so genannten Finanzhaie sind nicht die Ursache des Übels. Sie haben auch nicht die Eurokrise hervorgerufen. Spekulanten treten nur da in Erscheinung, wo eine Schwäche bereits offenkundig ist. Sie sind wie der Surfer, der mit dem Brett hinter der Ecke steht und auf die Welle wartet. Die Welle aber machen andere: Länder wie Griechenland, die Jahre lang über ihre Verhältnisse leben und falsche Zahlen melden. Doch momentan leben alle Euro-Länder über ihre Verhältnisse. Deutschland schiebt einen unvorstellbaren Berg von 1,7 Billionen Euro Staatsschulden vor sich her. Der beste Beitrag zur Rettung des Euro liegt in der sparsamen Haushaltsführung. Deshalb ist die deutsche Schuldenregel wirklich Gold wert. Wenn die Bundesregierung wieder stabile Verhältnisse in Europa erreichen will, muss sie mit gutem Beispiel vorangehen und ihre eigenen Schulden abtragen. Sonst ist eines Tages auch Deutschland ein Fall für die Finanzhaie.

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