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Neue Westfälische: Neue Westfälische Bielefeld: Kredithilfe für Griechenland Notwendigkeit MARTIN KRAUSE

Bielefeld (ots) - Beliebt ist die Legende vom griechischen Philosophen Diogenes, der anspruchslos in der Tonne lebte. Alexander den Großen, der Diogenes einen Wunsch gewährte, bat der Müßiggänger nur, er möge ihm aus der Sonne gehen. Heute in der Eurozone ist alles anders. Diogenes Nachfahren sind immer noch arm. Doch die Wünsche sind gewachsen, die Tonne ist ein Fass ohne Boden. Wahr ist aber auch: Europa wollte die Griechen aus politischen Gründen in der Eurozone dabei haben, obwohl der Entwicklungsrückstand ihrer Wirtschaft allen bekannt war. Statistik-Fälschungen waren eine fast notwendige Folge. Was jetzt geschieht, war also absehbar: Griechenland kann seine Staatsschulden nicht mehr zu annehmbaren Konditionen refinanzieren, und sie haben keine eigene Währung mehr, die sie drucken und abwerten könnten. Aus eigener Kraft können sie sich nicht retten. Die Solidarität der Euro-Partner ist da eine pure Notwendigkeit, wollen die Europäer nicht Ansehen und Vertrauen verlieren. Beim aktuellen Gefeilsche geht es daher nicht um das "ob" , sondern nur um das "wie" der Hilfe. Diese Hilfe wird teuer: Allein Deutschland wird bis 2012 bis zu 30 Milliarden Euro an Kredit zur Verfügung stellen müssen. Doch solange Europa die Griechen nicht fallen lässt, besteht Aussicht auf Rückzahlung. In die Tonne getreten wird das Geld also nicht.

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