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Neue Westfälische: Neue Westfälische Bielefeld: Köhler schweigt Schade ALEXANDRA JACOBSON, BERLIN

Bielefeld (ots) - Die katholische Kirche verschreckt durch Missbrauchsfälle, die Politik enttäuscht durch Streit, Rechthaberei und Parteien-Egoismus, die Klimarettung versickert im Nirwana. Der Euro ist auch nicht mehr das, was er mal war und Angela Merkel schweigt mal wieder. Nein, es gibt momentan nicht viele Orientierungspunkte im Meer der Unübersichtlichkeit. Von daher wäre es schon von Bedeutung, wenn wenigstens der Bundespräsident klare Worte fände und einen roten Faden im trüben Bild. Doch Horst Köhler begnügt sich seit Monaten vor allem mit protokollarischen Pflichten und schweigt sich ansonsten aus. Dabei ist es sein Auftrag, sich mit der Macht des Wortes in die Öffentlichkeit zu begeben. Gewiss wäre es nicht seine Aufgabe, zu den Reisen des Guido Westerwelle zu sprechen, wie es sich die SPD wünscht. Niemand erwartet von Köhler direkte Parteinahme im Parteienstreit. Aber dass er den Eliten, beileibe nicht nur den politischen, die Leviten liest und sich Gedanken über das große Ganze und den Zusammenhalt macht, das kann man von ihm erwarten. Dass er es sich nicht einmischt, ist schade. Pressekontakt: Neue Westfälische News Desk Telefon: 0521 555 271 nachrichten@neue-westfaelische.de Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

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