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Neue Westfälische: Neue Westfälische, Bielefeld: Präsidentschaftswahl in der Ukraine Orange verblasst JOHANN VOLLMER

    Bielefeld (ots) - Nur fünf Jahre nach der "orangenen Revolution" in der Ukraine ist der Aufbruch am Ende. Damals, im November 2004, blickte ganz Europa nach Kiew, als die Anhänger des westlich orientierten Viktor Juschtschenko gegen offensichtliche Wahlmanipulationen tagelang protestierten. Der prorussische Regierungskandidat Viktor Janukowitsch musste einlenken. Die junge Demokratie der Ukraine hatte ihre erste schwere Bewährungsprobe bestanden. Es gab berechtigte Hoffnungen, dass sich das Land zum Musterschüler aller Beitrittskandidaten der Europäischen Union entwickeln könnte, getragen von neuem Selbstbewusstsein, losgelöst von direkter russischer Einflussnahme. Doch aus Euphorie ist längst Enttäuschung geworden. Präsident Juschtschenko blieb nötige Reformen schuldig, verzettelte sich in einen Dauerzwist um russische Gaslieferungen und überwarf sich mit seiner einstigen Mitstreiterin Julia Timoschenko. Die enttäuschten Wähler des politisch zerrissenen Landes setzen nun mit dem ehemals geschmähten Viktor Janukowitsch wieder auf eine engere Bindung an Moskau. Ein Beitritt zur EU rückt in die Ferne. Dass Timoschenko ihrem Gegner Janukowitsch nun neuerlich Wahlbetrug vorwirft, wird sie diesmal nicht retten. Die orangene Revolution ist verblasst.

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