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Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Hartz-IV-Sanktionen

Rostock (ots) - Schärfere Sanktionen gehen am wirklichen Problem vorbei. Statt nun noch mehr Druck auf Langzeitarbeitslose und junge Leute ohne Job und ohne Ausbildung zu machen, müssten vielmehr die Beratungs-, Qualifizierungs- und Job-Angebote erweitert werden. Doch genau dafür fehlt den - zumeist überlasteten und nicht gerade gut bezahlten - Mitarbeitern der Arbeitsagenturen die Zeit. Weil sie sich mit der überbordenden Bürokratie herumschlagen müssen. Eine Entlastung, im Sinne einer Vereinfachung des Genehmigungsunwesens, an dieser Stelle ist dringend notwendig. Schärfere Sanktionen sind es dagegen nicht. Den Arbeitsagenturen mangelt es doch bereits heute nicht an Möglichkeiten, die Daumenschrauben anzuziehen, sondern an flexiblen, individuell gestrickten Förderstrategien.

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