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Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Haiti-Hilfe der USA

Rostock (ots) - Auf Wunsch der Regierung sollen US-Marineinfanteristen nicht nur auf dem Flughafen für Sicherheit sorgen. Patrouillen sind auch auf den Straßen von Port-au-Prince erwünscht. Eine heikle Aufgabe, die Fingerspitzengefühl erfordert, will man nicht gleich als Besatzer dastehen. Zudem wurde Washington gebeten, langfristig beim Wiederaufbau zu helfen. Eine gigantische Aufgabe, war das Land doch schon vor dem verheerenden Erdbeben ein gescheiterter Staat. Natürlich handeln die USA nicht uneigennützig. Jahrzehnte haben sie den Inselstaat vor ihrer Haustür vernachlässigt oder Willkürherrschaften walten lassen. Hauptsache, es gibt kein zweites Kuba. Obama will mit der Wiedergutmachung auch zeigen, dass er ein glaubwürdiger Präsident ist. Kein Land verfügt über solche Ressourcen wie Amerika. Das Problem wird allerdings sein, sie maßgeschneidert mit dem politischem und psychologischem Rückhalt der US-Bürger einzusetzen. Pressekontakt: Ostsee-Zeitung Jan-Peter Schröder Telefon: +49 (0381) 365-439 jan-peter.schroeder@ostsee-zeitung.de Original-Content von: Ostsee-Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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