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Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Westerwelles Türkei-Visite

    Rostock (ots) - Zerwürfnisse gibt es in der schwarz-gelb-tiefschwarzen Koalition eigentlich genug, möchte der immer noch geneigte Beobachter seufzend meinen. Doch weit gefehlt. Jetzt kracht es nach der Innen- auch in der Außenpolitik. Die Türkei-Visite von Westerwelle bringt die CSU gehörig in Rage. Was hat der Außenminister denn verbrochen? Im Grunde nichts. Denn sein Bekenntnis zum Fortgang der ergebnisoffenen EU-Beitrittsverhandlungen mit Ankara ist so im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Zudem bewegt sich Westerwelle exakt auf Linie der Europäischen Union. Der Versuch der krisengeschüttelten CSU, sich mit ihrem Anti-Türkei-Kurs zu profilieren, ist zunächst peinlich. Zu offensichtlich soll von eigenen Problemen abgelenkt werden. Darüber hinaus servieren die Christsozialen einen echten Tabubruch. Bislang war es üblich, den Außenminister nicht zu kritisieren, solange er sich offiziell im Ausland aufhält.

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