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Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG (Rostock) zu: Westerwelle in Polen

    Rostock (ots) - Mit der Übernahme des Außenamtes hat der FDP-Chef eine erstaunliche Metamorphose vollzogen. Wirkte er bei seiner Vorstellungsvisite in Brüssel im Windschatten der Kanzlerin noch etwa hölzern,    so machte er bei seinem ersten offiziellen Staatsbesuch in Polen eine überaus respektable Figur. Und setzte zugleich ein Achtungszeichen. Ganz im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die es traditionell zuerst nach Paris zog, zog er diesmal Warschau vor. Hut ab! Denn damit signalisierte Westerwelle den gegenüber Deutschland immer noch sensiblen Polen, dass er die bundesrepublikanische Außenpolitik stärker als zuvor nach Osteuropa ausrichten will. Selbst das von seinem Übervater und Mentor Hans-Dietrich Genscher 1991 ins Leben gerufene, inzwischen aber kaum noch bekannte "Weimarer Dreieck" will er wiederbeleben, um nicht zuletzt Warschau in der politischen Geometrie Europas aufzuwerten. Die Polen dankten ihm so viel Zuvorkommenheit. Sie befreiten Westerwelles Antrittsbesuch von (fast) allen politischen Belastungen

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