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Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Clements SPD-Austritt

    Rostock (ots) - Wie weiland Oskar Lafontaine, der erst Ministeramt und Parteivorsitz und später die Mitgliedschaft in der SPD wegwarf wie ein paar schmutzige Socken, erklärte nun Clement seinen Parteiaustritt. Zum Schluss hob er noch warnend den Finger. Die SPD wähnte er auf dem Kurs der De-Industrialisierung Deutschlands. Gleichzeitig warf er seiner Partei vor, mit den Linken zu kungeln und die innerparteiliche Demokratie mit Füßen zu treten. Zur Wahrheit gehört wohl auch, dass Clement verletzte Eitelkeit und einsame Arroganz längst von seiner Partei getrennt hatten. Der Ex-Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit war der Mann der großen Sprüche und des beinharten Taktierens. Kärrnerarbeit an der Partei-Basis, andere überzeugen, mitreißen - das war nie sein Metier. Clement war immer ein Macher, niemals ein vordergründiger Ideologe. Mit Clements Rückzug verliert die SPD einen Kopf ihres Wirtschaftsflügels. Aber darüber ist die Partei ohnehin längst hinweggegangen. Clement war gestern.

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