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Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Bundeswehr-Gelöbnis

    Rostock (ots) - Das erste Bundeswehr-Gelöbnis vor dem Reichstagsgebäude in Berlin drohte zu einer Peinlichkeit zu werden, weil viele namhafte Politiker lieber Urlaub machen, als bei jungen Wehrpflichtigen zu sein, wenn diese ihren Schwur auf die Verfassung ablegen. Das erste Gelöbnis vor dem Parlament, dessen Abgeordnete über Bundeswehr-Einsätze entscheiden, bei denen Soldaten Leib und Leben riskieren, wäre wohl zu einem gut abgeschirmten Fiasko geworden. Angela Merkel hat die drohende Peinlichkeit erkannt und kurzentschlossen am Gelöbnis teilgenommen. Das war aber auch höchste Zeit. Die Kanzlerin, die vergangene Woche auf außenpolitischem Parkett in Paris und Algier glänzte und in Nürnberg den bayerischen CSU-Löwen wie ein Kätzchen schnurren ließ, hat offenbar das Gespür dafür entwickelt, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein - und dort das Richtige zu tun.

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