Kaufmännische Krankenkasse - KKH

Zehntausend Frühgeburten können vermieden werden
Kaufmännische Krankenkasse - KKH stellt neuen Test für Schwangere vor

    Hannover (ots) - Ein wegweisendes Modellprojekt zur Vermeidung von
Frühgeburten hat die Kaufmännische Krankenkasse - KKH heute in
Hannover vorgestellt. Als einzige Kasse bietet sie schwangeren
Frauen, die bei ihr versichert sind, kostenfrei einen Selbsttest an.
Unabhängig von einem Arzt können die Frauen zu Hause prüfen, ob bei
ihnen der Verdacht auf eine bakterielle Vaginose besteht. Diese an
sich harmlose Scheideninfektion kann für das Ungeborene gefährlich
werden, denn sie ist der häufigste Grund für Frühgeburten und späte
Fehlgeburten.
    
    "Würden sich alle Schwangeren mit diesem einfachen Handschuh-Test
selbst untersuchen, ließen sich in der Bundesrepublik jährlich
mindestens 10.000 Frühgeburten vermeiden", sagte Ingo Kailuweit,
Vorsitzender des KKH-Vorstands, bei der Vorstellung des Projekts.
    
    Wissenschaftler belegen den Erfolg des Tests
    
    Nach Meinung von Gynäkologen kann insbesondere die Rate der frühen
Frühchen (Geburt vor der 32. Schwangerschaftswoche) deutlich
abgesenkt werden. Diese Auffassung vertritt auch der Erfurter
Professor für Gynäkologie, Udo B. Hoyme. Die wissenschaftliche
Auswertung seiner "Thüringer Frühgeburt-Vermeidungsaktion" aus dem
Jahre 2000 belegt den Nutzen des Handschuhtests. "Uns ist es
gelungen, die Zahl der frühen Frühgeburten fast zu halbieren", sagte
Hoyme bei der Pressekonferenz in Hannover.
    
    Auch wenn die Säuglingssterblichkeit in Deutschland in den
vergangenen Jahren erheblich zurückgegangen ist, stößt die Medizin
bei der Versorgung kleiner Frühchen an ihre Grenzen. Dank des
medizintechnologischen Fortschritts überleben mittlerweile winzige
Babies auch mit einem Geburtsgewicht von unter 1.000 Gramm.
    
    Frühgeburt: Hohes Risiko für lebenslange Behinderung
    
    Möglicherweise bleibt die frühe Geburt aber ein Leben lang ein
Handikap. Gravierende Behinderungen begleiten etwa jedes vierte Kind
ein Leben lang. Seh- und Hörstörungen sind nicht selten, aber auch
Epilepsie, Entwicklungsverzögerungen und Konzentrationsstörungen. Mit
fortschreitendem Alter der Kinder werden viele Behinderungen erst
offensichtlich. Im Alter von acht Jahren lassen sich sogar bei jedem
zweiten Kind zumindest leichte Behinderungen feststellen.
    
    "Die Verhinderung jeder einzelnen Frühgeburt erspart dem Kind
möglicherweise ein Leben mit einer Behinderung und den Eltern viele
Sorgen", sagte KKH-Chef Ingo Kailuweit. Er führt für das Engagement
der Kasse nicht nur ethische Beweggründe an. Auch der Kostenfaktor
sei nicht unerheblich, so Kailuweit. In den ersten Lebensmonaten
rechnet die KKH mit rund 68.000 Euro Klinikkosten für ein frühes
Frühgeborenes. Hinzu kommen weitere Behandlungskosten für die spätere
Versorgung der Kinder. Pro Jahr bekommen etwa 25.000 KKH-Versicherte
ein Kind. 1.700 dieses Babies werden zu früh geboren, davon kommen
315 mehr als zwei Monate zu früh zur Welt.
    
    Schwangere wollen Sicherheit
    
    Offensichtlich haben die schwangeren Frauen auf den Selbsttest
gewartet. Bislang orderten bereits 2.000 Frauen das Test-Set bei der
Kaufmännischen Krankenkasse. Zweimal in der Woche soll die Frau ihren
vaginalen pH-Wert messen. Dazu benutzt sie einen
indikatorbeschichteten Einmalhandschuh, den sie in die Scheide
einführt. Danach kann sie den pH-Wert durch Vergleich der Farbe des
Indikators mit einer Farbskala feststellen. Auf diese Weise können
drohende Scheideninfektionen viel früher als sonst erkannt und durch
den Frauenarzt effektiv behandelt werden.
    
    "Wir werden nach der Modellphase zeigen, dass sich die Rate der
Frühgeburten spürbar verringern lässt", sagte Ingo Kailuweit. "Und
dann wird dieser einfache Test hoffentlich als Regelleistung in den
Katalog aller gesetzlichen Krankenversicherungen aufgenommen werden",
so der KKH-Chef. Die Kaufmännische Krankenkasse ist die viertgrößte
Ersatzkasse in Deutschland.
    
    
    Unter www.kkh.de/news finden Sie zum Thema weiterführendes,
honorarfreies Material: Photo Frühchen, Statements und Photos der
Referenten, diverse Links.
    
    
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