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KKH rät: Gut geschützt in die Tropen reisen
Etwa jeder zweite Tropenreisende wird während oder nach der Reise krank

    Hannover (ots) - Der Ferntourismus boomt, immer mehr Reiselustige zieht es in ferne, heiße Länder. Doch Tropenreisen bringen auch Gesundheitsrisiken mit sich, und an sie wird bei der Urlaubsplanung oft nicht gedacht. Etwa die Hälfte aller Tropenreisenden, so der Münchner Tropenmediziner Dr. med. Hans Dieter Nothdurft im KKH-Journal, werden in irgendeiner Form während oder nach der Reise krank. Zehn Prozent davon müssen im Reiseland einen Arzt aufsuchen.

    Tropenreisende sollten physisch und psychisch möglichst gesund sein. Bei akuten Erkrankungen ist eine Verschiebung der Reise anzuraten. Für Schwangere und Kleinkinder sind touristische Tropenaufenthalte generell nicht zu empfehlen. Besonders Reisen in Gebiete mit starker Verbreitung von multiresistenter Malaria tropica und fehlender oder mangelhafter medizinischer Versorgung sollten unterbleiben, so der Tropenmediziner im KKH-Journal.

    Durch die oft sehr unterschiedlichen klimatischen Bedingungen im Vergleich zu Mitteleuropa kann es schon bei gesunden Menschen zu Gesundheitsstörungen kommen. Oft wird die Leistungsfähigkeit überschätzt. Vermehrte Belastung durch Klima und sportliche Aktivitäten wie z. B. beim Surfen und Tauchen können den Blutdruck zeitweilig erhöhen. Flüssigkeitsverlust und damit verbundener Mineralsalzverlust in heißem Klima kann zu Kreislaufproblemen beitragen. Sonnenbäder sind aufgrund der hohen UV-Wirkung am Strand nur unter Anwendung einer Schutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor zu empfehlen.

    Generell wird zu luftiger Kleidung aus Baumwolle geraten, auch ein Hut oder eine Schirmmütze sollten Reisende in Gebieten mit starker Sonneneinstrahlung dabei haben, außerdem eine Sonnenbrille mit ausreichender UV-Absorption.

    Beim Genuss von Nahrungsmitteln sollten Tropenreisende stets darauf achten, dass Speisen frisch zubereitet und gut durchgegart werden. Die Regel „Schäl es, koch es oder vergiss es!" sollte möglichst befolgt werden. Wichtig: aufgewärmte Speisen ebenso wie Pudding, Mayonnaise, Speiseeis, Milchspeisen, Salate und Eiswürfel nur bei guten hygienischen Bedingungen genießen. Fabrikgefertigte Getränke wie z. B. Cola und Limonade können in aller Regel bedenkenlos genossen werden, während Leitungswasser nur abgekocht getrunken werden sollte.

    Vor Antritt einer Fernreise in tropische und subtropische Länder sollten Urlauber sich auf jeden Fall individuell beraten lassen, und zwar zu den zu erwartenden speziellen Gesundheitsrisiken, zu empfohlenen Impfungen und der Malariaprophylaxe. Generell sind Auffrischimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio zu empfehlen, falls diese innerhalb der letzten zehn Jahre nicht erfolgt sind. In den Ländern des tropischen Afrikas und Südamerikas ist eine Impfung gegen Gelbfieber dringend anzuraten und oft sogar vorgeschrieben. Sie gibt einen sicheren Schutz für zehn Jahre. Eine Vorbeugung gegen Hepatitis A sollte immer durchgeführt werden. Reisemediziner raten, hierbei die aktive Immunisierung mit einer Injektion ca. zwei bis vier Wochen vor der Reise und einer Auffrischung nach einem Jahr zu bevorzugen. Alternativ kann eine Gammaglobulin-Injektion mit dreimonatiger Wirksamkeit kurz vor der Reise verabreicht werden.

    Eine Impfung gegen Typhus ist bei Reisenden zu erwägen, die länger und unter einfachen Bedingungen unterwegs sind; die Choleraimpfung ist nur in Ausnahmefällen erforderlich.

    Andere Impfungen wie z. B. gegen Hepatitis B, Meningokokken-Meningitis, Tollwut oder Japanische Enzephalitis können in Sonderfällen in Frage kommen, gehören aber nicht zu den üblichen Reise-Impfungen. Die Kosten für privat veranlasste Reiseimpfungen dürfen von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

    Afrikareisende sollten sich wirksam gegen das Malariarisiko schützen. Eine individuelle ärztliche Beratung wird empfohlen. Vorbeugung gegen Mückenstiche kann auch bei abwesender Malariagefahr wesentlich zum Reisekomfort beitragen. Experten raten: während der Dämmerung und bei Dunkelheit am besten helle, körperbedeckende Kleidung tragen und das Sitzen im Freien möglichst vermeiden; unter einem feinmaschigen Moskitonetz oder in Räumen mit Klimaanlage übernachten. (16.7.2001)

Diese Pressemitteilung finden Sie auch im Internet unter www.kkh.de.

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