Kaufmännische Krankenkasse - KKH

KKH: Zahl der Organspender muss sich deutlich erhöhen

    Hannover (ots) - Am 2. Juni ist der diesjährige Tag der
Organspende. Die Kaufmännische Krankenkasse - KKH ruft zu mehr
Spendenbereitschaft auf. Alle, die Organspender werden und damit
schwer erkrankten Menschen neue Möglichkeiten der Lebensführung und
Lebensplanung eröffnen wollen und hierzu noch Fragen haben, sollten
sich vertrauensvoll an den Hausarzt oder die Krankenkasse wenden. Nur
durch deutlich mehr Engagement - durch eine Erhöhung der jetzigen
Transplantationszahlen - lassen sich die bestehenden Wartelisten in
wenigen Jahren abbauen. Wichtig auch: Für eine Organspende ist
praktisch niemand zu alt. Nicht selten sind schon Organe von
70-Jährigen transplantiert worden. Es kommt auf den Zustand des
Organs an und nicht auf das Alter der Person, die ein Organ spenden
möchte. Spender-Ausweise des Arbeitskreises Organspende,
Neu-Isenburg, sind in den KKH-Niederlassungen erhältlich.
    
    Über mangelnde Bereitschaft zur Organspende hat die Deutsche
Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie geklagt. Es gebe
nicht genügend Spenderherzen, um allen helfen zu können, hieß es
unlängst auf einem Kongress in Leipzig. Im vergangenen Jahr habe es
rd. 4.000 potentielle Spender gegeben. Nach deren Tod sei jedoch in
vielen Fällen nicht an eine Organspende gedacht worden. Oder es habe
keine Einwilligung zur Transplantation vorgelegen. Die Ablehnungsrate
der Angehörigen habe zugenommen (Ärzte-Zeitung). Im Jahr 1999 sind
nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) aus
Mangel an Spenderorganen etwa 800 Menschen gestorben. Wie die
Stiftung berichtete, konnte nicht rechtzeitig ein Ersatzherz, eine
Leber, eine Lunge, eine Bauchspeicheldrüse oder Niere gefunden
werden.
    
    Vor allem die Liste der auf eine Spenderniere wartenden
Dialysepatienten wird immer länger. Im Jahr 2000 warteten rd. 12.000
auf ein gesundes Organ, etwa 500 mehr als im Frühjahr 1999. Dieser
Zahl standen nach DSO-Angaben lediglich 2.275 Nierentransplantationen
im Jahr 1999 gegenüber. In Zusammenarbeit mit der DSO hat die
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) einen
telefonischen Informationsdienst zur Organspende und Transplantation
eingerichtet. Unter der gebührenfreien Rufnummer 08 00/9 04 04 00
beantwortet ein geschultes Team die Fragen aus der Bevölkerung. Es
können kompetente Ansprechpartner vermittelt werden. Der
Telefonservice kann von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr
genutzt werden. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA: "Das
Infotelefon bietet die Möglichkeit, im persönlichen Gespräch
Informationen und Antworten auf Fragen zur Organspende zu bekommen.
Es trägt somit dazu bei, interessierte Bürgerinnen und Bürger darin
zu unterstützen, sich mit dem Thema auseinander zu setzen und für
sich eine Entscheidung zu finden." (16.5.2001)
    
    
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