Kaufmännische Krankenkasse - KKH

KKH hat 2000 ein deutliches Finanzplus verzeichnet
Appell: Opposition muss Reform des Risikoausgleichs der Kassen mittragen

Lahnstein (ots) - Mit einem deutlichen Einnahmenüberschuss von über 80 Mio. DM hat die Kaufmännische Krankenkasse - KKH das Haushaltsjahr 2000 abgeschlossen, wie Vorstandsvorsitzender Ingo Kailuweit vor dem Verwaltungsrat der Kasse in Lahnstein berichtete. Während die Leistungsausgaben um über drei Prozent anstiegen, nahmen die Beitragseinnahmen nur um gut zwei Prozent je Mitglied zu. Nach den Worten Kailuweits wird die KKH voraussichtlich auch im laufenden Jahr einen Einnahmenüberschuss erzielen können. Eine innovative und intelligente Steuerung der Leistungsausgaben, wie sie die KKH betreibe, könne allerdings falsche Rahmensetzungen der Politik nicht ausgleichen. Kailuweit: "Und dazu zähle ich zuallererst falsche Zugeständnisse an Ärzte, Pharmaindustrie und Krankenhäuser." Gesundheitsministerin Schmidt habe den Ärzten vorschnell zugesagt, künftig den Kollektivregress, bezogen auf das Arzneimittelbudget, abzuschaffen. Die Forderung von Ärzte-Funktionären nach mehr Mitteln für Arzneien lenke von dem eigentlichen Problem ab, dem nach wie vor unwirtschaftlichen Verschreibungsverhalten in vielen Arztpraxen. Hier seien noch Wirtschaftlichkeitsreserven in Höhe von mindestens 3 Mrd. DM gegeben, wie der Arznei-Verordnungsreport 2000 festgestellt habe. Als bemerkenswert bezeichnete Kailuweit die von der Ministerin im Hinblick auf eine Reform des Risikostrukturausgleichs (RSA) der Krankenkassen erreichte Konsenslösung. Ab 2002 ist eine stärkere Berücksichtigung von Disease-Management-Programmen zur Bekämpfung chronischer Krankheiten vorgesehen. Spätestens zum 1.1.2007 soll ein an Krankheitsrisiken orientierter Risikoausgleich eingeführt werden. Die KKH engagiert sich auch künftig im Wettbewerb um das beste Versicherungsangebot, die effizientesten Versorgungsmodelle und die versichertenfreundlichste Betreuung. Den Kompromiss der Spitzenverbände der Kassen für eine RSA-Reform wertete Kailuweit als Beleg für die Handlungsfähigkeit der Selbstverwaltung. Er appellierte vor dem Verwaltungsrat in Lahnstein eindringlich an die Berliner Opposition, einer kurzfristigen Reform des Finanzausgleichs der Kassen doch noch ihre Zustimmung zu geben. Wenn es der Union ernst sei, aktiv am Erhalt der solidarischen Krankenversicherung in Deutschland mitzuwirken, dürfe sie sich nicht auf eine Politik des Neinsagens beschränken. Unter Hinweis auf ein Gutachten des Sachverständigenrats im Gesundheitswesen rief der KKH-Vorstandsvorsitzende zu verstärkten Anstrengungen auf, um eine effizientere und noch stärker qualitätsorientierte Leistungserbringung zu erreichen. Die Vorschläge der Gutachter müssten bei der kommenden Strukturreform berücksichtigt werden. Die Gutachter unter Vorsitz von Prof. Schwartz (Hannover) hatten insbesondere für eine deutliche Verbesserung der Qualität, der Fortbildung sowie für den Ausbau der Prävention in der Medizin plädiert. ots Originaltext: KKH Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de KKH-Pressestelle Karl-Wiechert-Allee 61, 30625 Hannover, Tel. (05 11) 28 02-23 30/31 Telefax (05 11) 28 02-23 99 Internet: www.kkh.de Auskünfte und weitere Informationen: Michael Rohr, Wolfgang Michall Abdruck honorarfrei Für Übersendung eines Belegexemplars wären wir dankbar. Original-Content von: Kaufmännische Krankenkasse - KKH, übermittelt durch news aktuell

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