Kaufmännische Krankenkasse - KKH

KKH und Medizinische Hochschule Hannover stellen Modellversuch vor: Gentest soll Eisenspeicherkrankheit erkennen und Spätschäden vermeiden helfen

Hannover (ots) - Einen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bislang einmaligen Modellversuch "Hämochromatose-Screening" führt die Kaufmännische Krankenkasse - KKH zusammen mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durch. In einer Pressekonferenz stellten KKH-Vorstandsvorsitzender Ingo Kailuweit sowie Prof. Dr. Jörg Schmidtke und Dr. Manfred Stuhrmann-Spangenberg (MHH/Institut für Humangenetik) dieses innovative gendiagnostische Projekt der Öffentlichkeit vor. Kailuweit äußerte die Erwartung, das Modellprojekt werde dazu beitragen, neben den zweifellos vorhandenen Risiken die Chancen der Humangenetik in der Medizin zu verdeutlichen. Prof. Schmidtke erklärte, der Hauptnutzen des geplanten medizinisch-genetischen Screenings liege in der Möglichkeit, noch vor Ausbruch von schwerwiegenden Symptomen gezielte Maßnahmen zur Prävention, Frühdiagnose und Behandlung einzuleiten. Das Screening-Programm erfülle alle vom Ethik-Beirat des BMG und von der European Society of Human Genetics (ESHG) benannten ethischen Voraussetzungen für entsprechende Tests. Die Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) ist eine Stoffwechselkrankheit, die vererbt wird. Sie kann mit Hilfe eines neu entwickelten Gentests festgestellt werden. Ist sie erst einmal erkannt, lassen sich mit einfachen Maßnahmen schwerwiegende Spätschäden wie z. B. Herzschwäche, Leberkrebs oder Diabetes verhindern, wie die KKH hervorhebt. Insgesamt können sich 10.000 Versicherte der Kasse bis Ende 2001 an diesem Projekt beteiligen. KKH-Versicherte, die sich dazu entschließen, wenden sich an die MHH, Institut für Humangenetik, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover. Interessierte erhalten von der MHH ein Filterpapier, das als Träger einer Blutprobe dient. Dazu genügt es, dass der Hausarzt einige Tropfen des Kapillarblutes auf das Filterpapier gibt und die Probe zur Auswertung an die MHH schickt. Das Testergebnis wird anschließend dem Hausarzt mitgeteilt. Ziel ist es, auf der Basis valider empirischer Daten den Nutzen und die Praktikabilität eines Bevölkerungs- Screenings nachzuweisen. Verläuft das Projekt erfolgreich, wird sich die KKH für eine Aufnahme des Tests auf Hämochromatose als Reihenuntersuchung in den regulären Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen einsetzen. (19.2.2001) ots Originaltext: KKH Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de KKH-Pressestelle Karl-Wiechert-Allee 61 30625 Hannover Tel.: (05 11) 28 02-23 30/31 Telefax: (05 11) 28 02-23 99 Internet: www.kkh.de E-Mail: presse@kkh.de Auskünfte und weitere Informationen: Michael Rohr, Wolfgang Michall - Abdruck honorarfrei - Für Übersendung eines Belegexemplars wären wir dankbar. Original-Content von: Kaufmännische Krankenkasse - KKH, übermittelt durch news aktuell

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