Kaufmännische Krankenkasse - KKH

Seit 1. Januar: Deutsche Einheit auch in der Kranken- und Pflegeversicherung
Im Osten sind 2001 mehr Versicherte von Zuzahlungen befreit - Höhere Grenzwerte

Hannover (ots) - In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Pflegeversicherung existierten bislang Sonderregelungen für die neuen Bundesländer. Diese sind zum 1. Januar 2001 entfallen, wie die Kaufmännische Krankenkasse - KKH schreibt. Von den sich dadurch ergebenden Veränderungen sind Millionen Versicherte betroffen. Bisher galten für freiwillige Mitglieder der Kassen in West und Ost unterschiedliche Beitragsbemessungsgrenzen. Mit Beginn des Jahres ist eine einheitliche Bemessungsgrenze in Kraft getreten - sie beläuft sich bundesweit auf 6.525 DM monatlich oder 78.300 DM jährlich (KV/PV). Die Beiträge an die Kranken- und Pflegekassen werden wie bisher entrichtet, d. h. entweder durch den Arbeitgeber direkt vom Einkommen oder durch ein vereinbartes Lastschriftverfahren eingezogen. Im Gebiet der neuen Länder haben Kassenmitglieder mit einem Einkommen von bisher schon über 5.325 DM monatlich bzw. 63.900 DM jährlich 2001 einen höheren Anspruch beim Krankengeld. Allerdings ergeben sich durch die neue Bemessungsgrenze in nicht wenigen Fällen höhere Beiträge an die jeweilige Kasse. Höher vergütet werden im neuen Jahr selbstbeschaffte Haushaltshilfen sowie auch die häusliche Krankenpflege. Auch gelten seit dem Jahreswechsel in den neuen Ländern die jetzt aktuellen Härtefallgrenzen West, wie die KKH hervorhebt. Seit Jahresanfang belaufen sich die monatlichen Einkommensgrenzen für die vollständige Befreiung von Zuzahlungen in der sozialen Krankenversicherung bei - Alleinstehenden auf 1.792 DM, - Zwei-Personen-Haushalten auf 2.464 DM, - Drei-Personen-Haushalten auf 2.912 DM, - Vier-Personen-Haushalten auf 3.360 DM. Innerhalb dieser Einkommensgrenzen muss nichts zugezahlt werden. Das betrifft die Versorgung mit Arznei- und Verbandmitteln sowie Heil- und Hilfsmitteln, außerdem stationäre Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen, notwendige Fahrkosten und Zahnersatz, wie die KKH erläutert. Im Osten haben sich die Grenzwerte gegenüber 2000 deutlich erhöht. Daneben gibt es - unverändert - die teilweise Zuzahlungsbefreiung nach der Überforderungsklausel. Hier beträgt die Belastungsgrenze 2001 generell zwei Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt. Dauerkranke mit mindestens einem Prozent Zuzahlung sind nach einem Jahr befreit. Bei der Anrechnung von Angehörigen sind im Kalenderjahr 2001 zur teilweisen Befreiung folgende Freibeträge zu berücksichtigen: - Freibetrag für eine(n) Angehörige(n) = 8.064 DM, - Freibetrag für jede(n) weitere(n) Angehörige(n) = 5.376 DM. Wichtige Änderung bei eintretender Versicherungspflicht: Wer bisher bei seiner Krankenkasse freiwillig versichert war, jedoch von der - im Osten stark - gestiegenen Bemessungsgrenze eingeholt und somit versicherungspflichtig wurde, hat jetzt nicht mehr die Möglichkeit der Wahl der Kostenerstattung. Hierbei treten Versicherte in Vorleistung. Für Versicherungspflichtige sowie auch alle freiwillig Versicherten, soweit diese nicht von dem besonderen Wahlrecht Gebrauch machen, gilt wie bisher weiterhin das seit Jahrzehnten bewährte Sachleistungsprinzip. - Weitere Hinweise und Rat in Einzelfragen geben die Krankenkassen vor Ort. (4.1.2001) Abdruck honorarfrei - Für Übersendung eines Belegexemplars wären wir dankbar. ots Originaltext: Kaufmännische Krankenkasse - KKH Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de KKH-Pressestelle, Karl-Wiechert-Allee 61, 30625 Hannover, Tel. (05 11) 28 02-23 30/31 Telefax (05 11) 28 02-23 99 Internet: www.kkh.de E-Mail: presse@kkh.de Auskünfte und weitere Informationen: Michael Rohr, Wolfgang Michall Original-Content von: Kaufmännische Krankenkasse - KKH, übermittelt durch news aktuell

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