Kaufmännische Krankenkasse - KKH

Korrektur des Risikoausgleichs nicht ausreichend
KKH fordert Organisationsreform zum Erhalt der sozialen Krankenversicherung

Erfurt/Hannover (ots) - Vorstand und Verwaltungsrat der Kaufmännischen Krankenkasse - KKH haben in Erfurt gefordert, den Risikostrukturausgleich (RSA) der Krankenkassen bereits im nächsten Jahr zu reformieren und dabei die Übernahme so genannter Wechsler-Profile in das RSA-Verfahren zu prüfen. Die von den Professoren Lauterbach und Wille konzipierten Wechsler-Profile sehen vor, dass die um rd. 600 DM im Jahr geringeren Durchschnittskosten eines Kassenwechslers in den RSA einfließen. Damit sich Kassen ganz besonders um chronisch kranke Versicherte bemühen, sollen diese per "Rückversicherung" gesondert berücksichtigt werden, so die Expertise von Lauterbach und Wille. Voraussetzung ist die Teilnahme der chronisch Kranken an geeigneten Versorgungsprogrammen der Kassen. Wechsler-Profile sind, wie KKH-Vorstandsvorsitzender Ingo Kailuweit betonte, nicht nur sozialpolitisch überlegenswert, sondern würden auch wirtschaftliches Verhalten der Kassen honorieren und damit die richtigen Anreize setzen. Kailuweit sprach sich in diesem Zusammenhang für ein Mehr an Vielfalt, an Freiheit und an Wettbewerb der Krankenkassen um die besten Lösungen aus. Eine bloße Korrektur des RSA sei jedoch nicht ausreichend, um die bestehenden Verwerfungen zwischen den Kassen zu beseitigen. Vorstand und Verwaltungsrat der Kasse forderten deshalb in Erfurt den kurzfristigen Einstieg in eine Organisationsreform, um eine weitere Entsolidarisierung in der GKV durch so genannte Schein-Betriebskrankenkassen (BKKn ohne tragenden Betrieb) zu verhindern. Die immer noch geltenden Sonderregelungen für die BKKn - sie dürfen sich, anders als Orts- und Ersatzkassen, wahlweise öffnen oder schließen - sollten im Interesse gleichartiger, fairer Wettbewerbsbedingungen schon in Kürze der Vergangenheit angehören. Unter Leitung seines Vorsitzenden Klaus Balzer (Feucht) verabschiedete der Verwaltungsrat der KKH den Haushaltsplan 2001 für West und Ost in der Krankenversicherung mit einem Gesamtvolumen von insgesamt rd. 8 Mrd. DM. Im laufenden Jahr kann die KKH über eine anhaltend positive Finanzentwicklung in West und Ost berichten. Grund dafür sind erste Erfolge bei der konsequenten Steuerung der Leistungsausgaben im Sinne einer noch bedarfsgerechteren Versorgung der Versicherten. Die Kasse wird auch im kommenden Jahr neue Wege beschreiten, um ihren Versicherten in allen Leistungsbereichen einen bundesweit einheitlich hohen Qualitätsstandard zu günstigen Preisen zur Verfügung stellen zu können. Deshalb geht die Kasse nach den Worten Kailuweits davon aus, dass der Beitragssatz das ganze Jahr 2001 über stabil bleiben kann. ots Originaltext: KKH Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de KKH-Pressestelle, Karl-Wiechert-Allee 61, 30625 Hannover, Tel. (05 11) 28 02-23 30/31 - Telefax (05 11) 28 02-23 99 - Internet: www.kkh.de - E-Mail: presse@kkh.de - Auskünfte und weitere Informationen: Michael Rohr, Wolfgang Michall - Abdruck honorarfrei - Für Übersendung eines Belegexemplars wären wir dankbar. Original-Content von: Kaufmännische Krankenkasse - KKH, übermittelt durch news aktuell

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