Kaufmännische Krankenkasse - KKH

Husten kann völlig harmlos sein - oder auch Warnsignal für eine ernsthafte Erkrankung
3. Deutscher Lungentag am 23. September

Hannover (ots) - KKH weist auf hohen Stellenwert rechtzeitiger Diagnostik hin Husten wird oft nicht beachtet, weil er so alltäglich ist. Aber Husten ist nicht normal. Er kann völlig harmlos sein - oder auch Warnsignal für eine ernsthafte Erkrankung, wie die Kaufmännische Krankenkasse - KKH schreibt. Husten als unterschätztes Krankheitssymptom steht beim 3. Deutschen Lungentag am 23. September unter dem Motto "Husten - was tun?" im Mittelpunkt von 150 Informationsveranstaltungen im gesamten Bundesgebiet. Die häufigste und meist harmlose Ursache für Husten sind Erkältungskrankheiten. Ärzte raten spätestens dann zur Antibiotika-Therapie, wenn sich aus dem grippalen Infekt eine Bronchitis mit Fieber, eitrigem Auswurf und bellendem Husten entwickelt hat. Kommen Atemnot oder Schmerzen beim Atmen hinzu, muss auch an eine Lungenentzündung gedacht werden. Bei Menschen mit chronischer Bronchitis ist Husten ein ständiger Begleiter. Weit verbreitet ist der "Raucherhusten", unter dem in Deutschland fast 6 Mio. Menschen leiden. Ändert sich bei langjährigem Rauchen Art und Häufigkeit des Hustens, sollte ein Lungenfacharzt aufgesucht werden. Blutspuren im Auswurf sind immer ein Warnsignal - Rauchen ist die häufigste Ursache für Lungenkrebs, und die ersten Anzeichen sind kaum zu erkennen. Mehr als 10.000 Menschen erkrankten 1998 in Deutschland an einer Tuberkulose. Die Krankheit hat viel von ihrem Schrecken verloren, weil hier zu Lande eine effektive Therapie möglich ist. Als großes Problem werden jedoch Resistenzen der Krankheitserreger bei unzureichender Therapie angesehen, wie die KKH erläutert. Nächtlicher Husten kann auch auf Asthma hinweisen. Typische Symptome sind pfeifende, brummende Atemgeräusche. Kinder mit Asthma - jedes 10. Schulkind ist davon betroffen - klagen oft über nächtliche quälende Hustenattacken. Wenn Asthma rechtzeitig und konsequent behandelt wird, haben Betroffene heutzutage eine gute Lebensqualität. Wenn ein Kind ständig an Husten leidet und bereits im Säuglingsalter an Lungenentzündung erkrankt, kann auch ein Verdacht auf Mukoviszidose aufkommen. Weitere Merkmale hierfür sind starkes Untergewicht und Verdauungsprobleme. Eine eindeutige Diagnose liefert der "Schweißtest", denn der Schweiß von Mukoviszidose-Patienten ist besonders salzhaltig. Die KKH rät: Kinder, die häufig schwere Atemwegsinfekte haben, sollten auf Mukoviszidose getestet werden. An der erblichen Stoffwechselkrankheit leidet eines von 2.000 Neugeborenen. Bei Mukoviszidose-Kranken verstopft zäher Schleim eine Reihe lebenswichtiger Organe: vor allem die Lunge, die Bauchspeicheldrüse, die Leber und den Darm. Der Schleim in der Lunge bildet einen hervorragenden Nährboden für Bakterien. Die Entzündungen zerstören das Lungengewebe. Erkrankungen der Atmungsorgane wie Asthma, Bronchitis und Lungenkrebs haben sich zu Volkskrankheiten entwickelt. Lungenkrankheiten werden, so die Prognose von Experten, in den nächsten Jahrzehnten weiter zunehmen: Allein bis zum Jahr 2010 ist in Deutschland mit einer Zunahme von Asthma, Bronchitis und Lungenentzündungen um 25 Prozent, von bösartigen Lungenerkrankungen (Lungenkrebs) sogar um 30 Prozent zu rechnen. Die Zusammenhänge zwischen inhalativem Tabakkonsum (Rauchen) und Atemwegserkrankungen wie chronische Bronchitis und Lungenkrebs sind allgemein bekannt. Wer weniger oder nicht raucht, tut viel für seine Gesundheit. Atemwegs- und Lungenerkrankungen sind bereits jetzt für 28 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitsfälle verantwortlich und für 37 Prozent der Berufskrankheiten. - Die therapeutischen Möglichkeiten haben sich deutlich verbessert, so dass immer mehr Patienten bei rechtzeitiger Diagnosestellung wirksam behandelt werden können. Die KKH: Husten kann ein wichtiges Frühsymptom sein. Deshalb darf lang anhaltender Husten nicht als normal hingenommen und so die Chance für eine rechtzeitige Diagnostik vertan werden. Jeder Husten, der länger als 14 Tage andauert, muss abgeklärt werden. (8.9.2000) Abdruck honorarfrei - Für Übersendung eines Belegexemplars wären wir dankbar. ots Originaltext: KKH Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de KKH-Pressestelle, Karl-Wiechert-Allee 61, 30625 Hannover, Tel. (05 11) 28 02-23 30/31 - Telefax (05 11) 28 02-23 99 Internet: www.kkh.de - E-Mail: presse@kkh.de Auskünfte und weitere Informationen: Michael Rohr, Wolfgang Michall Original-Content von: Kaufmännische Krankenkasse - KKH, übermittelt durch news aktuell

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