Kaufmännische Krankenkasse - KKH

KKH warnt vor Tohuwabohu in der sozialen Krankenversicherung
Bundesweite Beiträge werden 2001 für Überraschungen sorgen

    Hannover (ots) - Vor einem Tohuwabohu in der gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) warnt Rudolf Hauke (Hannover), Mitglied des
Vorstandes der Kaufmännischen Krankenkasse - KKH. Wenn ab 2001 die
Krankenkassen ihren Mitgliedern in West und Ost einen einheitlichen
Beitragssatz auf der Basis bundesweiter Etats bieten müssen, werden
sich Überraschungen ergeben. Eine frühzeitige Information der
Versicherten sei daher dringend geboten. Die KKH, mit rd. 2,2 Mio.
Versicherten die viertgrößte bundesweite Krankenkasse, bietet
Mitgliedern und Arbeitgebern seit Mai 1998 be-reits einen in West und
Ost einheitlichen Beitragssatz.
    
    Im Vergleich zum laufenden Jahr, so Hauke, müsse ab 2001 in der
sozialen Krankenversicherung völlig neu kalkuliert werden. Die
staatliche Einheit werde gewissermaßen buchhalterisch nachvollzogen:
Viele Krankenkassen mit Mitgliedern in West und Ost werden gegenüber
2000 einen neuen - in einzelnen Fällen auch höheren -
(Gesamt-)Beitragssatz beschließen. "Kassenvergleiche" zum jetzigen
Zeitpunkt, die diese bevorstehende Änderung nicht beinhalten,
erscheinen daher als recht vordergründig oder führen sogar in die
Irre.
    
    Mit dem Rechtsangleichungsgesetz hat die Bundesregierung zum
1.1.2001 die für die neuen Länder geltenden besonderen Vorschriften
in der Krankenversicherung aufgehoben. Die für die alten Länder
festgelegten Rechenwerte gelten dann einheitlich im ganzen
Bundesgebiet, die Beitragsbemessungs- und Versicherungspflichtgrenze
wird an das Westniveau angeglichen. Auch bei den Regelungen für
Härtefälle (Zuzahlungen) ergeben sich daraus eine Reihe von
Änderungen.
    
    So genannte Erstreckungskassen müssen ihren Rechnungsabschluss
sowie Geschäftsübersichten in Statistiken für die Durchführung der
Versicherung in den neuen Ländern weiterhin (zusätzlich) getrennt
ausweisen. Das ist im Zusammenhang mit der stufenweisen Einführung
des vollständigen gesamtdeutschen Risikostrukturausgleichs (RSA) von
2001 bis 2007 unter den Krankenkassen erforderlich. Auf die
Haushaltsaufstellung und die Beitragserhebung hat das jedoch keinen
Einfluss, so jüngst das BMG in einer fachlichen Stellungnahme. - Die
neuen Rechenwerte in der Sozialversicherung für das Folgejahr (u. a.
die Beitragsbemessungsgrenzen in der Kranken- und der
Rentenversicherung) werden in aller Regel im IV. Quartal eines Jahres
festgelegt. Die Werte für 2001 liegen derzeit noch nicht vor.
(30.8.2000)
    
    
ots Originaltext: KKH-Pressestelle
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