Kaufmännische Krankenkasse - KKH

Allergien - die neue Volkskrankheit
Worauf Heuschnupfen-Gefährdete achten sollten

    Hannover (ots) - Tränende Augen und laufende Nase, Atemnot,
Ausschlag und Juckreiz oder Übelkeit und Magenkrämpfe - die Leiden
von Menschen mit Allergie sind so vielfältig wie die Auslöser.
Mittlerweile ist fast jeder Dritte anfällig für eine allergische
Reaktion. Bei etwa 20 Mio. Menschen in Deutschland ist sie bereits
einmal aufgetreten oder ständig vorhanden, wie in der
Mitgliederzeitschrift der Kaufmännischen Krankenkasse - KKH berichtet
wird. Am 27. Mai ist der Deutsche Allergie-Tag.
    
    Von über tausend Substanzen ist bekannt, dass sie eine allergische
Reaktion hervorrufen können. Die wichtigsten dieser Allergene sind:
Blütenpollen von Bäumen und Gräsern, Hausstaubmilben und Pilzsporen,
Hautschuppen, Haare, Speichel, Kot von Haustieren (besonders Katzen),
chemische Substanzen (z. B. Waschpulver, Reinigungsmittel, Farbstoffe
in Textilien), Medikamente und Kosmetika, Nahrungsmittel (z. B.
Milch, Eier, Nüsse, Kiwis, Fisch) und Konservierungsmittel,
Insektengift (Bienen, Wespen), Metalle (Nickel in Schmuck,
Jeansknöpfe). Das Problem ist, dass viele Menschen überhaupt nicht
wissen, worauf sie allergisch sind, oder gleich auf mehrere
Substanzen überempfindlich reagieren.
    
    Für viele Pollenallergiker hat jetzt eine Leidenszeit begonnen -
wenn Blütenpollen z. B. der Haselnuss, der Erle, Weide, Birke oder
von Gräsern den Betroffenen massiv zusetzen. Heuschnupfen-Gefährdeten
ist zu empfehlen:
    
    - vor dem Schlafengehen die Haare waschen, um zu vermeiden, dass
sich Pollen aus den Haaren lösen und eingeatmet werden;
    
    - nachts frühzeitig die Fenster schließen, denn der Pollenflug
setzt zwischen 3 und 5 Uhr morgens ein;
    
    - bei Pollenflug die Autofenster geschlossen halten;
    
    - regelmäßig Staub saugen, um Pollen auf den Teppichen zu
entfernen (Allergiker sollten aber nicht selbst den Staubsauger in
Betrieb setzen).
    
    Für Berufsstarter wichtig: Jugendliche, die wissen, dass sie auf
bestimmte Stoffe allergisch reagieren, sollten sich rechtzeitig von
ihrem Arzt beraten lassen. Die Krankenkassen kommen hierfür auf. Zu
den Berufen mit Allergierisiko zählen u. a. Friseur, Bäcker,
Schreiner, Arzt und Krankenschwester/-pfleger.
    
    Dass Stress, Umweltbelastung oder eine Unterforderung des
Immunsystems bei Allergien eine Rolle spielen, ist zwar zu vermuten,
aber nicht eindeutig nachgewiesen (KKH-Journal). Ebenfalls noch nicht
erklärt werden kann, warum der eine erkrankt und ein anderer trotz
gleicher Voraussetzungen nicht, oder warum eine Allergie plötzlich
verschwindet oder sich verlagert, so dass z. B. statt Hautausschlag
nun Asthma auftritt. Fest steht, dass Allergie eine Überreaktion der
Abwehrkräfte des Körpers auf an sich harmlose Substanzen ist. Dabei
erfüllt das Immunsystem seine normalerweise sinnvolle Schutzfunktion
gegenüber Fremdstoffen in einer so heftigen, "überschießenden" Art,
dass es selber krank macht.
    
ots Originaltext: KKH
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