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Studie: 55 Prozent der Versicherer stehen bei IDD-Umsetzung auf der Bremse

Hamburg (ots) - Mehr als die Hälfte der deutschen Versicherer hat sich noch nicht mit der neuen EU-Vermittlerrichtlinie IDD (Insurance Distribution Directive) beschäftigt. Dies gefährdet die Umsetzung zum Stichtag in 2018. Der Grund: Hohe Anforderungen an Vergütungssysteme, Aus- und Weiterbildung sowie bei der Produkt- und Kundenberatung. Damit die Projekte rechtzeitig starten können, müssen frühzeitig Prozesse und Systeme analysiert und die IDD in die Projektplanung für das kommende Jahr aufgenommen werden. Dies sind Ergebnisse der Entscheider-Studie "IDD-Umsetzung in deutschen Versicherungsunternehmen" der Unternehmensberatung PPI AG.

Die neue EU-Vermittlerrichtlinie hat inzwischen eine weitere Hürde auf dem Weg zur Umsetzung genommen. Am 24. November beschloss das Europäische Parlament die IDD. Die Herausforderung für die Versicherer besteht nun darin, die Umsetzung in bereits laufende Projekte zu integrieren. Der EU-Gesetzgeber greift derart umfassend in den Vermittlermarkt ein, dass zahlreiche Prozesse in den Unternehmen betroffen sind. "Die Versicherer sollten die IDD bereits in ihre Projektplanung für 2016 aufnehmen, um die teils gravierenden Auswirkungen der EU-Verordnung berücksichtigen zu können", sagt Sascha Däsler, Experte für Versicherungsvertrieb bei PPI. "Dies betrifft auch laufende Projekte beispielsweise bei der Digitalisierung von Vertriebs- und Kommunikationswegen. Bildlich gesprochen, sollten die Versicherer jetzt schon prüfen, ob sie bei einer ohnehin bereits aufgerissenen Straße eine zusätzliche Leitung verlegen können."

Diese Informationssammlung steht vielen Versicherern jedoch noch bevor. 54 Prozent geben an, damit noch gar nicht begonnen zu haben. Weitere elf Prozent der Assekuranzen haben mit der IDD verbundene Themen bestenfalls zur Hälfte hausintern adressiert. Ein riskantes Vorgehen, da sich der Teufel häufig im Detail versteckt. Däsler nennt als möglichen Fallstrick Provisionsauskünfte, die Kunden beim Vertragsabschluss erhalten. "Die Versicherer müssen künftig auf Knopfdruck die Provisionsbestandteile offenlegen", so der Experte. "Damit die Kunden verlässliche Informationen erhalten, müssen IT-Anwendungen und Prozesse im Vertrieb auf den Prüfstand. Damit sollten die Versicherer jetzt schon beginnen, obwohl der endgültige Gesetzestext für Deutschland noch nicht feststeht."

Tatsächlich handelt es sich bei der IDD um eine EU-Verordnung, die von den Mitgliedsstaaten bei der Umsetzung in nationales Recht noch ergänzt werden kann. Projekterfahrungen mit MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive) zeigen jedoch, dass sich ein Abwarten auf die endgültige Fassung nicht auszahlt. Alle relevanten Inhalte werden bei der Übernahme in nationales Recht aus der EU-Vorlage übernommen. Denkbar ist eher eine Verschärfung.

Über die Studie "IDD-Umsetzung in deutschen Versicherungsunternehmen"

Die Studie "IDD-Umsetzung in deutschen Versicherungsunternehmen" der PPI AG informiert über den aktuellen Umsetzungsstand der EU-Vermittlerrichtlinie IDD (Insurance Distribution Directive). Im Fokus stehen Strategie und IT-Auswirkungen. Im Juli 2015 wurden dafür IDD-Verantwortliche aus 46 Versicherungen telefonisch (CATI) befragt. In regelmäßigem Abstand wird die Studie wiederholt, um ein möglichst umfassendes Bild über den Fortschritt bei der IDD-Umsetzung zu erhalten. Die vollständige Studie kann über folgende Internetadresse bezogen werden:

http://ots.de/AWYwp

PPI Aktiengesellschaft

Die PPI Aktiengesellschaft ist seit 30 Jahren erfolgreich für Banken und Versicherungen tätig. 2014 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen rund 400 Mitarbeitern rund 52 Millionen Euro Umsatz in den Geschäftsfeldern Consulting, Software-Entwicklung, Business Intelligence und Produkte. Im Markt der Banken ist PPI Spezialist für Zahlungsverkehr, Risikomanagement und Compliance. Versicherungsunternehmen bietet PPI fachlich wie methodisch exzellente Lösungen für alle Kernprozesse der Assekuranz. Die langjährigen Kunden schätzen an der Vorgehensweise die hohe Qualität sowie die absolute Termin- und Budgettreue. Die praxiserfahrenen Mitarbeiter in Deutschland, Frankreich und der Schweiz vermitteln stets zwischen den Fachbereichen und der IT.

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