Umfrage: 76 Prozent der Versicherer erzielen Synergien durch neues MaRisk-Management
MaRisk VA bereitet für 90 Prozent der großen Versicherer den Weg zu Solvency II

Hamburg (ots) - Nach Umsetzung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben für das Risikomanagement MaRisk VA verzeichnen rund drei Viertel der Versicherer bereits Synergien für den Geschäftserfolg. Insbesondere im Controlling (84 Prozent), bei den internen Kontrollsystemen (67 Prozent) und im Prozessmanagement (43 Prozent) macht sich das Zusammenspiel mit dem Risikomanagement bezahlt. Darüber hinaus ist die Einführung der MaRisk VA ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die europäischen Solvency II-Anforderungen erfüllen zu können. Das sind Ergebnisse der Studie MaRisk - Risikomanagement in der Versicherungswirtschaft, die vom IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung im Auftrag des Beratungshauses PPI AG durchgeführt wurde. 103 Entscheider aus den Bereichen Risikomanagement, Controlling und Revision wurden dazu befragt.

"Der hohe Grad an Synergien zwischen Risikomanagement und internen Kontrollsystemen (IKS) markiert einen Paradigmenwechsel", sagt Wolfram Spengler, Senior Manager Insurance bei der PPI AG. "Galt das interne Kontrollsystem vor gut zehn Jahren noch als isoliertes Aufgabenfeld der Revisoren, beschäftigen sich heute in den meisten Häusern Risikomanagement, Controlling oder Betriebsorganisation gemeinsam mit diesem Themenkomplex." Der Trend zu einer differenzierteren Arbeitsteilung beim IKS führte in manchen Häusern bereits dazu, die Verantwortung für die konkrete Ausgestaltung den einzelnen operativ tätigen Abteilungen zuzuordnen. Die Querschnittsbereiche geben hier nur noch den Rahmen vor und intervenieren bei Verstößen.

In den neuen MaRisk-Strukturen sehen zudem vor allem die großen Versicherer eine gute und sinnvolle Vorbereitung auf das europäische Aufsichtsrecht Solvency II. 90 Prozent der Versicherer mit Bruttobeitragseinnahmen von 500 Millionen Euro und mehr stimmen dieser Bewertung zu. Bei den kleineren Versicherern sind es 78 Prozent. Mit neuem Anpassungsdruck durch die europäischen Vorgaben rechnen die Versicherer insbesondere bei der Datenbereitstellung. 70 Prozent der befragten Führungskräfte gehen davon aus, dass die Frequenz der Datenbereitstellung künftig erhöht werden müsse. 68 Prozent prognostizieren eine Anpassung der Datenflüsse. Darüber hinaus plädieren 59 Prozent der Befragten dafür, einen einheitlichen Datenpool aufzubauen, um die Risikoberichterstattung, Limitberechnung und sonstige Informationen im geforderten Umfang leisten zu können.

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Grafik: Nutzen der MaRisk für andere Bereiche im 
Versicherungsunternehmen (n=103)

Ja, Synergien werden bereits genutzt(76 Prozent)
Ja, die Nutzung ist geplant (22 Prozent)
Nein, wir sehen keine Synergien (2 Prozent)

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Hintergrundinformationen
Die Studie "MaRisk - Risikomanagement in der Versicherungswirtschaft"
untersucht den aktuellen Umsetzungsstand der MaRisk, organisatorische
und technische Anforderungen sowie den erwarteten Nutzen bei 
Versicherungsunternehmen. Dazu wurden 103 Mitarbeiter der ersten und 
zweiten Führungsebene in Versicherungsunternehmen aus den Bereichen 
Risikomanagement, Controlling und Revision befragt. Weitere 
Informationen zur Studie und zu Detailergebnissen gibt es unter: 
http://www.ppi.de/publikationen/studienwhite-paper/

PPI Aktiengesellschaft
Die PPI Aktiengesellschaft ist seit 25 Jahren an den Standorten 
Hamburg, Kiel, Frankfurt, Düsseldorf und Paris erfolgreich für die 
Finanzbranche tätig. 2009 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen 
320 Mitarbeitern 38,5 Millionen Euro Umsatz in den drei 
Geschäftsfeldern Consulting, Software Factory und Produkte. PPI 
stärkt die Marktposition von Versicherungsunternehmen durch fachlich 
wie methodisch exzellente Lösungen für alle Kernprozesse der 
Assekuranz, basierend auf langjähriger Praxiserfahrung. In der 
Software-Entwicklung stellt PPI durch professionelle und verlässliche
Vorgehensweise eine hohe Qualität der Ergebnisse und absolute 
Budgettreue sicher. Das Consulting-Angebot erstreckt sich von der 
strategischen über die versicherungs- und bankfachliche bis zur 
IT-Beratung.
 

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