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Zahlungsverkehr: SEPA heizt Wettbewerb auf deutschem Markt an

    Hamburg (ots) - Innerhalb der EU werden jedes Jahr mehr als 70 Milliarden bargeldlose Zahlungsverkehrstransaktionen abgewickelt. Jede fünfte Zahlung -  also rund 15 Milliarden Transaktionen - wird im Frühjahr 2010 bereits per SEPA-Überweisung oder SEPA-Lastschrift abgewickelt, erwarten Experten aus der Bankenbranche. Sie sind sich einig: Der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum wird den Wettbewerb auf dem deutschen Markt weiter verschärfen. Ausländische Kreditinstitute, aber auch spezialisierte Zahlungsverkehrsfabriken, die die Zahlungsabwicklung für Firmenkunden übernehmen, werden für zusätzliche Konkurrenz sorgen. Dies ergab die Studie "Electronic Banking 2008" des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG in Zusammenarbeit mit ibi research.

    Die Umstellung auf SEPA kostet europäische Banken und Zahlungsdienstleister rund 500 Millionen Euro.  Das ist etwa vergleichbar mit der Einführung des Euro. Vor dem Hintergrund dieser hohen Aufwendungen fragen sich die Institute, wie sich ihre Ertragslage in einem einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum zukünftig entwickeln wird. Während insbesondere europaweit tätige Banken nach Überzeugung der Experten im Ausland neue Kunden gewinnen werden, dürfte sich der Wettbewerb im Inland hingegen verstärken.

    SEPA macht es erstmals möglich, Zahlungsverkehrsdienstleistungen grenzüberschreitend in industriellem Maßstab zu verarbeiten. Zahlungsverkehrsfabriken werden die damit verbundenen Chancen nutzen und versuchen, den Banken Geschäft wegzunehmen. Sie sind in der Lage, ihre Dienstleistungen zu deutlich günstigeren Preisen anzubieten. Denn die Abwicklung des Zahlungsverkehrs ist ein stark skalengetriebenes Geschäft: Die Stückkosten sinken, je mehr Aufträge abgewickelt werden. Dies liegt an der stark durch fixe Kosten geprägten Struktur.

    Auch bisherige Outsourcing-Partner von Banken könnten dabei direkt an Firmenkunden herantreten. Allerdings ist offen, ob Zahlungsverkehrsfabriken bei Firmenkunden ausreichendes Vertrauen aufbauen und ihren individuellen Bedürfnissen angemessen Rechnung tragen können. Zudem sind die Rahmenbedingungen und die konkrete Ausgestaltung solcher Zahlungsverkehrsfabriken derzeit noch schwer absehbar.

PPI Aktiengesellschaft Die PPI Aktiengesellschaft ist seit über 20 Jahren an den Standorten Hamburg, Kiel und Frankfurt erfolgreich für die Finanzbranche tätig. 2007 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen 236 Mitarbeitern über 30,5 Millionen Euro Umsatz in den drei Geschäftsfeldern Consulting, Software Factory und Electronic-Banking-Produkte. Im E-Banking liegt der Schwerpunkt auf sicheren und wirtschaftlichen Standardprodukten für die Kommunikation zwischen Firmenkunden beziehungsweise Privatkunden und ihrer Bank. In der Software-Entwicklung stellt PPI durch professionelle und verlässliche Vorgehensweise eine hohe Qualität der Ergebnisse und absolute Budgettreue sicher. Das Consulting-Angebot erstreckt sich von der strategischen über die bankfachliche bis zur IT-Beratung.

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