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stern TV - Mittwoch, 26.11.2014, 22:15 Uhr - live bei RTL, Moderation: Steffen Hallaschka

Köln (ots) - 10 Jahre Hartz IV: Empfänger ziehen Bilanz

"Ich hatte erst Angst vor Hartz IV, habe dann aber gemerkt, dass man mit dem Geld gut zurechtkommt", sagt Susanne Huber, alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Die 32-Jährige ist überzeugt: Wer Hartz IV bezieht und ein bisschen spart, kann sich alles leisten. Trotzdem will die junge Mutter nach der Elternzeit wieder arbeiten. Der Armutsforscher Prof. Christoph Butterwegge sieht die Situation von Hartz IV-Beziehern deutlich kritischer: "Hartz IV ist ein zutiefst inhumanes System". ALG II-Empfänger und ihre Angehörigen würden stigmatisiert, sozial ausgegrenzt und isoliert. Auch Arbeitnehmer stünden seit der Einführung unter stärkerem Druck, müssen geringere Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen akzeptieren, aus Angst vor Arbeitslosigkeit. Seit der Einführung der Reformen im Jahre 2005 hat stern TV regelmäßig über Hartz IV und seine Empfänger berichtet. Am 1. Januar jährt sich die Einführung der Hartz-Gesetze zum zehnten Mal. Was ist aus den Menschen geworden, die bei stern TV ihre ganz persönliche Geschichte erzählt haben? Wie sieht heute ihr Alltag aus? Wer bezieht heute noch Arbeitslosengeld II und wer ist raus aus Hartz IV? Steffen Hallaschka spricht live bei stern TV mit den Betroffenen, dem Politikwissenschaftler Prof. Christoph Butterwegge und Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Agentur für Arbeit.

Neurofeedback: Wie das Gehirntraining Kindern mit ADHS hilft

Als Kind hatte Tim Wanner große Probleme in der Schule. Konzentrationsschwäche, auffällig provokantes Auftreten und Ärger mit den Mitschülern waren an der Tagesordnung. So wie mehr als 500.000 Kinder in Deutschland leidet auch der heute 20-Jährige am Aufmerksamkeits-Defizit-(Hyperaktivitäts)-Syndrom, kurz AD(H)S. Dank einer besonderen Therapie geht es Tim heute nicht nur besser, er gilt nach Aussage der Ärzte sogar als geheilt. Die sogenannte Neurofeedback-Therapie soll Kindern mit AD(H)S helfen, ihre Hirntätigkeit zu lenken. Es geht darum, dem Gehirn beizubringen, sich zu konzentrieren. Und Tim Wanner hat genau das gelernt. Für viele Betroffene könnte es die lang ersehnte Alternative zu einer Behandlung mit Ritalin sein, doch es gilt immer noch als Geheimtipp. Wie genau die Therapie funktioniert und für wen sie in Frage kommt, darüber spricht Steffen Hallaschka live bei stern TV mit der Psychotherapeutin Dr. Ute Strehl, die bereits seit 1995 an dem Verfahren forscht, und Tim Wanner.

Steuerverschwendungen in Deutschland: Worüber sich die Zuschauer ärgern

Die Resonanz auf die stern TV-Berichterstattung über Steuerverschwendung in Deutschland ist weiterhin riesig: Noch immer erreichen die Redaktion täglich E-Mails und Facebook-Nachrichten, in denen die Zuschauer auf überflüssige Bauvorhaben hinweisen. In dieser Woche geht es unter anderem um einen "Brötchenweg", eine kleine Straße, die den Einwohnern in Rodgau-Hainhausen den Weg zum Einkauf verkürzen sollte. Doch was bringt ein fast 70.000 Euro teurer Weg, der nicht genutzt werden darf? Außerdem geht stern TV-Reporter Hinrich Lührssen der Frage nach, welchen Sinn ein Lurch-Tunnel für 650.000 Euro macht, wenn selbst die wenigen in Schorndorf lebenden Amphibien einen großen Bogen um diesen Luxus-Bau machen.

Die "Ein-Dollar-Brille": Praktische Entwicklungshilfe aus Deutschland

Jonathan ist überglücklich, denn der 8-Jährige kann endlich lesen, was seine Lehrerin an die Tafel schreibt. Auch für Simon ist es fast wie ein Wunder: "Jetzt kann ich die Vögel sehen, die ich vorher immer nur gehört habe", sagt der alte Mann, der zum ersten Mal seit Jahren wieder gut sehen kann. Der Grund: Die beiden tragen jetzt eine Brille. Ermöglicht hat das Martin Aufmuth mit seiner "Zauberkiste", einer unscheinbaren Maschine mit der man Brillen herstellen kann - für nur einen Dollar Materialkosten. Drei Jahre hat der Mathe- und Physiklehrer an der kleinen Holzkiste getüftelt und will nun Menschen wie Simon und Jonathan zu mehr Bildung, einem Einkommen und sozialen Kontakten verhelfen. Denn 150 Millionen Menschen weltweit brauchen laut Weltgesundheitsorganisation WHO eine Sehhilfe. Aber in Entwicklungsländern können sich viele einfach keine Brille leisten. Seit dem vergangenen Jahr bildet Aufmuth nun Techniker in Drittweltländern wie Ruanda, Burkina Faso, Bolivien, Äthiopien, Bangladesch, Nicaragua, Benin, Brasilien und seit neustem auch in Malawi an seiner Erfindung aus. stern TV hat den Erlanger bei seiner Arbeit nach Malawi begleitet. Wie er dauerhaft Menschen das Sehen und anderen eine wirtschaftliche Existenz ermöglichen möchte, erklärt er live bei stern TV

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