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phoenix Erstausstrahlung: Ukraine: Frieden im Krieg - Wie Kiew nach Westen strebt - Donnerstag, 17.08.2017 21.15 Uhr

Bonn (ots) - Die russische Aggression in der Ostukraine und Moskaus Annexion der Krim bewirken eine nachhaltige Abkehr der Ukraine von Russland. Eine nie für möglich gehaltene Eiszeit prägt inzwischen das Verhältnis der zwei Länder, die traditionell bis auf das Engste miteinander verbunden waren. Vom Schock der militärischen Niederlagen im Donbass-Krieg 2014 hat sich Kiew inzwischen erholt. Wissend, dass man einen Krieg gegen Russland nicht gewinnen kann, reformiert die Ukraine dennoch rasant seine Armee. Kiew will seine Streitkräfte auf NATO-Standard heben und entwickelt unter anderem neue Panzer mit westlicher Technologie. Außerdem helfen NATO-Instrukteure der Ukraine bei der Ausbildung auf dem Übungsgelände im westukrainischen Jaworiw und am ukrainischen Flottenstützpunkt Odessa. Den ganzen Sommer über liegen in Odessa zwei US-Kriegsschiffe vor Anker - ein politisches Signal an Russland und seine Schwarzmeerflotte im nur 200 Seemeilen entfernten Sewastopol.

Der ungelöste Krieg im Donbass ist in der Ukraine allgegenwärtig, doch nicht mehr auf Platz Eins der Nachrichten. Verdrängt wird der Krieg von einer Neuerung, die für die Ukrainer eine Sensation bedeutet. Seit 11. Juni können Ukrainer ohne Visum in die EU reisen, ein alter Traum der Ukrainer wird wahr. Schon entstehen neue Flugverbindungen und lange Schlangen an den Ausgabestellen für biometrische Reisepässe. Mit der neuen Reisefreiheit löst die EU ein Versprechen ein und privilegiert die Ukraine gegenüber den besetzten Gebieten im Donbass und auf der Krim und gegenüber Russland.

Frontal21-Reporter Joachim Bartz reiste 11 Tage lang 3.500 Kilometer durch die Ukraine und sprach mit zahlreichen Ukrainern, die endlich Frieden wollen, ihr Land aufbauen, die neue Reisefreiheit genießen und den Anschluss an den Westen erreichen wollen. Im Kleinen wie im Großen spielt Russland eine immer geringere Rolle. So berichtete im größten Atomkraftwerk Europas in Saporoshe der Chefingenieur dem ZDF-Reporter, dass neben den bestehenden sechs Blöcken bereits zwei neue geplant würden. Dann aber nicht mehr mit russischer Technologie, sondern mit japanischer, südkoreanischer oder US-Amerikanischer Hilfe.

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